Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV gegen Kürzung des Ehegattensplittings – Förderung von Ehe und Familie durch den Staat schon aus Eigennutz nötig

Essen. Im Hauptausschuss hat sich der Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV) am Wochenende in Essen gegen eine Begrenzung des Ehegattensplittings ausgesprochen. Eine Kappung des Ehegattensplittings, wie es die SPD jetzt fordert, sei schon aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht möglich, politisch wäre es zudem ein falsches Signal. Der Hauptausschuss, dem neben dem Verbandsvorstand die Geistlichen Beiräte und Vorsitzenden der KKV-Diözesan- und Landesverbände angehören, ist das höchste beschlussfassende Gremium des katholischen Sozialverbandes zwischen den Verbandstagen.

Darüber hinaus lehnt das Gremium auch die einseitige Subventionierung von Kinderkrippenplätzen ab. Eine solche Regelung benachteilige Eltern, die die Erziehung ihrer Kinder selbst übernähmen. Mit der jetzt geforderten Kürzung des Ehegattensplittings und der damit verbundenen Umschichtung des Geldes in die Krippenfinanzierung würden genau die Eltern bestraft, die ihrem grundgesetzlichen Auftrag nachkämen, für ihre Kinder selbst zu sorgen, so das Gremium.

Es sei offensichtlich, dass immer mehr Menschen feste und dauerhafte Bindungen ablehnen, weil sie diese offenbar als Bevormundung oder Einengung ihrer persönlichen Freiheit empfänden, mahnte der neu gewählte Vorsitzende des Hauptausschusses, der Kölner Diözesanvorsitzende Bernd-M. Wehner: „Wenn aber die Politik diese Entwicklung noch fördert, in dem sie auf Anreize verzichte, die eine Übernahme dauerhafter Bindungen erleichtert, braucht man sich nicht zu wundern, dass der Beliebigkeit Tür und Tor geöffnet wird.

Jenseits der Werte und Weltanschauungen sei deshalb eine politische Missachtung von Ehe und Familie aus der Sicht des modernen Staates ökonomisch gedankenlos und finanziell kurzsichtig. Natürlich könne in unserer Gesellschaft jeder so leben, wie er es für richtig halte, so Wehner. Eine andere Frage sei aber, welche Formen des Zusammenlebens vom Staat in besonderer Weise gefördert und geschützt würden. Hier entscheide letztlich, was dem Nutzen der Allgemeinheit förderlich oder abträglich sei. Die Zukunft von Ehe und Familie sei daher längst nicht mehr nur eine Sache weltanschaulicher Überzeugung einzelner Gruppen oder der inneren Wärme unserer Gesellschaft, sondern eine Frage auch der ökonomischen Rationalität nach Heller und Pfennig,“ erklärte der Vorsitzende des KKV-Hauptausschusses.

Der katholische Sozialverband ruft daher alle Bürger und besonders die Politiker auf, schon aus Gründen des Gemeinwohls und der Gerechtigkeit am besonderen Schutz von Ehe und Familie, wie ihn die Verfassung bekräftigt, unbedingt festzuhalten.

Der KKV-Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung ist ein katholischer Sozialverband mit 100 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland.

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