Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV erinnert an den besonderen Stellenwert von Ehe und Familie - "Diskriminierungsvermeidung heißt nicht Förderung durch Privilegierung"

„Wie man auf die Idee kommen kann, den Begriff der Ehe auch auf andere
Formen menschlicher Gemeinschaften oder Partnerschaften zu übertragen,
bleibt wohl das Geheimnis ihrer Erfinder. Letztlich trägt man mit dieser
Forderung dazu bei, dass der besondere Schutz von Ehe und Familie, wie
er im Artikel 6 unserer Verfassung grundgelegt ist, immer mehr
ausgehöhlt wird.“ Mit diesen Worten plädiert der Bundesvorsitzende des
KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, Bernd-M.
Wehner, erneut für den besonderen Stellenwert von Ehe und Familie.

Er unterstützt damit gleichzeitig die ablehnende Haltung der deutschen
Bischöfe gegen Pläne der SPD für eine „Ehe für alle“.
Schließlich seien Ehe und Familie keine Erfindung des Staates, die er
somit nach Belieben verändern könne. Deshalb stehe auch dem Staat nicht
die Kompetenz zu, andere Partnerschaften quasi zur Ehe zu erklären. Dies
sei auch keine spezifisch katholische Sicht der Ehe da auch die
katholische Kirche ihre moralischen und sozialethischen Lehren
traditionell nicht nur aus der Sicht des Evangeliums sehe, sondern immer
auch mit Blick auf die Schöpfungsordnung, also die der Natur
zugrundeliegenden Sinnzusammenhänge, betont Wehner. So gehöre die Ehe
von Mann und Frau zu den Wirklichkeiten, von denen der ehemalige
Bundesverfassungsrichter Ernst Wolfgang Böckenförde gesagt habe, dass
der säkularisierte Staat „von Voraussetzungen lebt, die er selbst nicht
garantieren kann“, die ihm also vorgegeben sind.

Im Übrigen sei es auch erstaunlich, dass noch vor etwa zehn Jahren
insbesondere von einem Großteil derer, die heute die „Ehe für alle“
fordern, gesagt wurde, die Ehe sei ein Ausdruck der patriarchalischen
Machtstrukturen, die es zu bekämpfen gelte. „Von daher ist es schon
eigenartig, dass auf einmal diese Lebensform für alle möglichen Arten
des Zusammenlebens gefordert wird.“ Spätestens hier sollte man hellhörig
werden und merken, dass es im Kern offenbar nicht um Gleichstellung
geht, sondern letztlich um die Abschaffung der Ehe.

Natürlich nehme auch der KKV zur Kenntnis, dass die Veränderungen in
unserer Gesellschaft und der Wertewandel neue und alternative
Lebensformen hervorgebracht hätten, unterstreicht der
KKV-Bundesvorsitzende. Insofern respektiere er auch das Recht eines
jeden Bürgers, diese frei zu wählen. Das gelte selbstverständlich auch
für gleichgeschlechtliche Partnerschaften, die - wie andere
gesellschaftliche Minderheiten - vor Diskriminierung und Ausgrenzung
geschützt werden müssten. Er wehre sich aber dagegen, dass solche
Gemeinschaften immer mehr mit der Ehe gleichgesetzt würden bzw. das
besondere Schutzversprechen für Ehe und Familie als Diskriminierung
gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften diskreditiert würden.
"Diskriminierungsvermeidung heißt aber nicht Förderung durch
Privilegierung", so Wehner wörtlich.

Der katholische Sozialverband ruft daher alle Bürgerinnen und Bürger und
besonders die Politiker auf, schon aus Gründen des Gemeinwohls und der
Gerechtigkeit am besonderen Schutz von Ehe und Familie, wie ihn die
Verfassung bekräftigt, unbedingt festzuhalten.