Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV: IS-Terror notfalls mit Waffengewalt beenden – UN muss IS-Kämpfer entwaffnen

„Die unvorstellbaren Grausamkeiten, die von den islamistischen IS-Milizionären an Christen und kurdische Jesiden verübt werden, dürfen uns nicht in Schockstarre verfallen lassen. Hier sind wir vielmehr gefordert, alles zu tun, um diesem barbarischen Treiben ein Ende zu bereiten – notfalls auch mit Waffengewalt.“ Mit diesen Worten unterstützt der Bundesvorsitzende des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, Bernd-M. Wehner, die Entscheidung der Bundesregierung, den Kurden entsprechende Waffen zu liefern, damit dieses Morden gestoppt werden kann. Gleichzeitig müsse aber auch über einen klar definierten Bundeswehreinsatz nachgedacht werden. So wäre es sinnvoll, wenn deutsche Soldaten zur Verteilung der Hilfsgüter sowie zum Schutz der Flüchtlingslager vor Ort eingesetzt würden, ergänzt Prof. Patrick Sensburg MdB und stellv. Bundesvorsitzender des KKV.



Gleichzeitig appelliert der katholische Sozialverband insbesondere an die Staaten im Nahen Osten, alles zu tun, um der IS-Terrorgruppe den Geldhahn zuzudrehen. „Hier darf sich niemand aus der Verantwortung stehlen“, so Wehner weiter. So müsse der Organisation der Zugang zum Erdölmarkt entzogen werden und niemand dürfe das billige Öl des „Islamischen Staates“, mit dem er sich täglich drei Millionen Dollar verschaffe, kaufen. Im Übrigen seien die Vereinten Nationen gefordert, ihre „Schutzverantwortung“ wahrzunehmen, da der Irak offenbar nicht in der Lage oder gewillt sei, seine Bürger zu schützen. Wenn Papst Franziskus kürzlich davon sprach, dass man einen ungerechten Angreifer stoppen müsse, dann sei das genau die Aufgabe der UN, nämlich dafür zu sorgen, dass die IS-Kämpfer entwaffnet würden. Gleichzeitig dürfe es kein „globales Schweigen“ geben, wie es der ständige Vertreter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf, Erzbischof Silvano Tomasi, ausdrückte. Die internationale Gemeinschaft müsse hier mit einer Stimme sprechen und auch handeln.

„Nicht umsonst gibt es im deutschen Rechtssystem den Begriff der ‚unterlassenen Hilfeleistung’. Deshalb müssen wir uns alle ernsthaft fragen, ob wir wirklich guten Gewissens zuschauen können, wenn unschuldige Menschen brutal vertrieben, gefoltert oder umgebracht werden?“, unterstreicht Wehner. Natürlich sei das immer eine Gratwanderung. Aber Nichtstun könne hier auch nicht die Lösung sein. „Im Übrigen rufen wir alle Bundesbürger auf, durch Spenden dafür zu sorgen, dass die Hilfsorganisationen den Menschen vor Ort schnell und wirksam helfen können.“