Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
www.kkv-bund.de
KKV-Bundesverband

KKV appelliert an Muslime: Dem menschenverachtenden Treiben der Isis im Irak muss ein Ende bereitet werden – Bundesregierung soll auf irakische Regierung einwirken – Religionsfreiheit darf kein Lippenbekenntnis bleiben

„Wir brauchen nicht jemanden, der uns aufnimmt, sondern jemanden, der uns hilft, in unserem Land zu bleiben.“ Mit dieser Aussage bringe der melkitische Patriarch Gregoire III. Laham das schreckliche Drama der Christen im Irak auf den Punkt, unterstreicht Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, in einer Stellungnahme. „Was zurzeit im Irak und vor allem in der Millionenstadt Mossul geschieht, hätte man in der heutigen Zeit kaum für möglich gehalten“, so Wehner weiter.

So forderten die „Gotteskrieger für einen islamischen Staat“, besser bekannt unter der Kurzbezeichnung Is oder Isis, über die Lautsprecher aller Moscheen von Mossul die dort noch lebenden Christen dazu auf, entweder unverzüglich zum Islam überzutreten und sich der Scharia zu unterwerfen oder ihnen drohe die Hinrichtung. Gleichzeitig wurden alle Häuser, in denen Christen wohnen, öffentlich gekennzeichnet und als Staatseigentum ausgewiesen. Dass dieses tödliche Ultimatum ernst gemeint ist, zeige die Brutalität, mit der diese „Gotteskrieger“ in anderen Regionen des Irak foltern und morden.

„Wir fordern daher die Bundesregierung auf, alle diplomatischen Möglichkeiten zu nutzen, um auf die irakische Regierung einzuwirken, damit diese Barbarei ein sofortiges Ende findet“, so der KKV-Bundesvorsitzende. Darüber hinaus appelliert der KKV an alle Muslime – und hier insbesondere an die in Deutschland lebenden – gegen dieses menschenverachtende und an Grausamkeit kaum zu überbietende Treiben der Isis zu protestieren. „Religionsfreiheit – auch für Christen – darf kein Lippenbekenntnis sein, sondern muss weltweit praktiziert werden“, so der dringende Appell des katholischen Sozialverbandes.