Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV: EUROPA HAT LEBENSMITTELSPEKULANTEN SATT

"Die Europäische Union zeigt der Lebensmittelspekulation die kalte Schulter",
so Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV - Verband der Katholiken
in Wirtschaft und Verwaltung, zur Verabschiedung der sogenannten Finanzmarktrichtlinie
(MiFID) durch EU-Parlament und -Rat in Straßburg.

Als einer der vier großen katholischen Sozialverbände Deutschlands begrüßt
der KKV die Einigung. Sie beschränke die Lebensmittelspekulation durch strenge
Positionslimits und bilde einen "wichtigen und positiven Schritt" gegen
"unverantwortliche, menschenfeindliche Lebensmittelspekulation", so
Tobias Gotthardt, Sprecher der KKV-Junioren.

Eine Position, die der KKV als "Stimme der katholischen Kaufleute"  seit
langem vertrete: "Verantwortungsvolles Wirtschaften hat seine Grenzen -
und die irrsinnige Spekulation auf Lebensmittel liegt außerhalb: Es kann
nicht sein, dass der Eine vom Designer-Sofa aus Börsenkurse nach oben
treibt, während das Kind des Anderen stirbt, weil der sich auf der
anderen Seite des Globus die Hand voll Getreide nicht leisten kann, die
seine Familie zum Überleben bräuchte", so Gotthardt.

Papst Franziskus habe das in seinen Verlautbarungen unmissverständlich
zum Ausdruck gebracht - und auch an das Verantwortungsbewusstsein der
einzelnen Verbraucher appelliert. Umso besser, so Wehner, "dass dieses
Rufen offenbar nicht ungehört verhallt: Europa hat das Spiel der
Lebensmittelspekulanten schlichtweg satt. Ein Europa der Werte beweist
sich in der Tat - und die Abkehr von der Lebensmittelspekulation ist ein
erster, ein kleiner Schritt. Es gibt noch viel zu tun - und Europa hat
als starke Wirtschaftsmacht zweifellos die Kraft, die Welt in diesem
positiven Sinn zu verändern", so Wehner. Umso wichtiger werde deshalb
die Europawahl am 25. Mai 2014: "Nicht zu wählen, ist für Christen keine
Alternative!"