Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV: Mitbestimmung garantieren – Jugendparlamente schaffen Katholischer Sozialverband für mehr Engagement der Kommunen / Baden-Württembergisches Vorbildmodell

Zwei Drittel der Jugendlichen in Deutschland wünschen sich mehr ernsthafte Mitbestimmung in ihrer Kommune - das hat eine Studie der LBS West ergeben. Für den KKV - Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung ein klares Zeichen dafür, "dass Politikverdrossenheit keine Volkskrankheit der jungen Generation sein muss - die Politik ist gefordert, Wege echter Mitbestimmung für Kinder und Jugendliche zu schaffen", so der KKV-Bundesvorsitzende Bernd-M. Wehner. Als einer der vier großen katholischen Sozialverbände Deutschlands plädiert der KKV deshalb für die Einrichtung von Jugendparlamenten

 

 

oder anderer, adäquater Gremien vor Ort. Nach Vorbild der baden-württembergischen Gemeindeordnung (§41a) könne dies sogar bundesweit in die Kommunalgesetzgebung übernommen werden."Es muss einem zu denken geben, wenn nur etwa ein Drittel der befragten Kinder und Jugendlichen in Deutschland das Gefühl hat, dass die eigene Meinung politisch etwas zählt", so Wehner. Sein Verband hatte sich im vergangenen Jahr intensiv mit der Förderung bürgerschaftlichen Engagements beschäftigt und engagiert sich in diesem Zusammenhang auch für "lebens- und liebenswerte Innenstädte für alle Generationen". Auch in diesem Zusammenhang, so Wehner, könne man den Ruf der Kinder und Jugendlichen nach mehr Mitbestimmung nur unterstützen: "Die Stimme der Jungen ist auch eine Stimme der Familienfreundlichkeit. Nur dort, wo Kinder sich ernst- und aufgenommen fühlen, finden auch Familien ein echtes Zuhause."

Den Kommunalpolitikern rät der KKV-Vorsitzende, "keine Angst zu haben vor dem Votum der jungen Generation." Zwar könne dies manchmal unbequem sein oder zum Umdenken anregen - "andererseits sind es die Jungen, die in Zukunft mit den kommunalpolitischen Weichenstellungen von heute zu leben haben." Zudem beginne "politisches und bürgerschaftliches Engagement vor Ort zu keimen. Wer vor Ort Mitbestimmung säht, kann später auf allen Ebenen ein Plus an politischer Beteiligung ernten."

Vorbild für die kommunale Mitbestimmung junger Menschen könne, so Wehner, Artikel 41a der baden-württembergischen Gemeindeordnung sein. Diese fordere die Kommunen bereits seit 1985 auf, landesweit für eine echte Mitbestimmung und entsprechende Strukturen zu garantieren.