Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

STEUERÜBERSCHUSS: NACHHALTIGE VERREINFACHUNG STATT KURZFRISTIGER GESCHENKE 8,5 Milliarden Euro Steuerüberschuss: Katholischer Sozialverband mahnt zur umfassen-den Reform

"Auch, wenn der Wahlkampf sicherlich dazu verleitet - es ist nicht die Zeit, über Steuergeschenke zu reden. Deutschland braucht vielmehr eine grundlegende Vereinfachung seines Steuersystems", so Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV - Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung. Als einer der vier großen katholischen Sozialverbände plädiert dieser lange schon „für eine große Steuerreform“: „Entscheidend ist dabei nicht, ob Formblatt oder Bierdeckel - entscheidend ist, ob darauf Steuergerechtigkeit und Familienfreundlichkeit ihren Platz finden.“

Entsprechend warnt der katholische Sozialverband davor, den vom Statistischen Bundesamt gemeldeten Steuerüberschuss von 8,5 Milliarden im ersten Halbjahr 2013 (dabei erreichten ein-zelne Bundesländer einen Überschuss von 1,2 Milliarden Euro, die Gemeinden von 5,3 Milliarden Euro und die Sozialversicherungen von 4,3 Milliarden Euro) als Anlass für neue Steuergeschenke zu nehmen: „Die Staatsverschuldung ist und bleibt eines der drängendsten Zukunftsprobleme. Wenn Deutschland bei der Neuverschuldung auf die Bremse drücken kann, ist das noch lange keine Kehrtwende. Und wir alle wissen: kaum füllen sich die öffentlichen Kassen, gibt es für Politiker nichts Verlockenderes, als aufs Neue Geschenke zu verteilen - weiter auf Kosten der folgenden Generationen." Dem erteilt der KKV eine Absage: "Die Politik ist aufgefordert, den gewonnenen Spielraum zu nutzen und umgehend nach dieser Bundestagswahl eine umfassende Reform unseres vollkommen verwachsenen Steuersystems anzugehen. Dieser Schritt ist mehr als überfällig", so Wehner. Vorbild ist dem Sozialverband in seiner Forderung das Kirchhoff'sche Steuerkonzept: „Wir wollen  ein einfaches Steuersystem mit niedrigen Steuersätzen, die für alle gelten - ohne Ausnahmetatbestände, dafür aber mit angemessenen Freibeträgen für jedes Familienmitglied. Das entlastet Geringverdiener und Familien - und hat leicht auf einem Bierdeckel Platz.“