Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV plädiert für kostenloses bundesweites katholisches Magazin

Katholiken dürfen nicht schlechter gestellt sein als Mitglieder des ADAC – Diözesanes Kirchturmdenken überwinden

"Jedes Mitglied im ADAC erhält einmal monatlich eine kostenlose Mitgliederzeitschrift. Warum erhalten die Mitglieder der katholischen Kirche diesen Service nicht?“ Mit dieser etwas provokativen Frage weist Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, auf eine Marktlücke innerhalb der katholischen Kirche hin, die schnellstens geschlossen werden müsse. Das jetzt auf Initiative und mit viel Herzblut von Peter Seewald herausgegebene Magazin Credo sei der Beweis, dass auch von katholischer Seite, wenn die richtigen Leute zusammenkommen, ein Blatt entstehen kann, dass die katholische Kirche auch medial professionell und kompetent repräsentiert.

„Und deshalb darf es bei dieser einmaligen Aktion nicht bleiben“, unterstreicht Wehner. „Wir schlagen daher vor, monatlich ein bundesweites Kirchen-Magazin mit katholischem Profil herauszugeben, das kostenlos an alle Haushalte bzw. Kirchensteuerzahler verteilt wird“, so der KKV. Gleichzeitig könnte dieses Maga-zin eine eigene diözesane Beilage enthalten, in dem jedes Bistum seine speziellen Informationen usw. veröffentlichen kann.

Ziel des bundesweiten Magazins sollte es sein, den christlichen Glauben unverkürzt sowie in zeitgemäßer und ansprechender Form darzustellen. Und es sollte Stellung zu aktuellen Fragen und Problemen auf der Basis der Katholischen Soziallehre beziehen. Dies wäre gleichzeitig eine Möglichkeit, auch die katholischen Verbände zu Wort kommen zu lassen. Der KKV appelliert deshalb an alle Verantwortlichen – insbesondere im Medienbereich der Katholischen Kirche – hier offen und unvoreingenommen über den eigenen Tellerrand zu schauen und diözesanes Kirchturmsdenken zu überwinden. Die von Andreas Püttmann kürzlich aufgezeigten erschre-ckenden Auflagenzahlen von kirchlichen Medien – so betrug beispielsweise die Auflage der Kir-chenzeitungen deutscher Bistümer 1963 noch 2,4 Millionen, heute dagegen nur noch 570.000 – zeige, dass hier dringend gegengesteuert werden müsse.

Wenn Katholische Kirche wieder eine gewichtige Rolle in der Gesellschaft spielen will, dann sollte sie auch bundesweit mit einer Stimme sprechen. Ein Kirchenmagazin mit einer Auflage im zweistelligen Millionenbereich, könnte ein solches Medium sei.