Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV Bundestagung in Freiburg: Aufbruch für Werte

„Das christliche Menschenbild muss der zentrale Leitfaden der politischen Überlegungen und Entscheidungen sein. Die unantastbare Würde des Menschen und die damit verbundene fundamentale Gleichheit jedes Einzelnen begründet sich durch die Gottesebenbildlichkeit des Menschen.“ Mit diesen Worten brachte Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, auf dem 87. Bundesverbandstag des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, in Freiburg, die Kriterien für eine Politik im Zeichen des „C“ auf den Punkt. Der katholische Sozialverband hatte unter dem Motto „Aufbruch für Werte – gemeinsam eine aktive Bürgergesellschaft gestalten.“ den CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden als Festredner zu seinem Bundesverbandstag eingeladen.

 

 

 

 

 

 

 

„Mit Ihren Ausführungen haben Sie exakt unsere Positionen beschrieben, wie wir sie bereits in unserem Grundsatzprogramm formuliert haben“, stellte denn auch der KKV-Bundesvorsitzende, Bernd-M. Wehner, der in Freiburg wieder gewählt wurde, dankbar fest.

Verleihung des KKV-Ehrenpreises „Der ehrbare Kaufmann“
Der KKV-Bundesverbandstag, an dem vom 10. bis 12. Mai bis zu 400 Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik teilgenommen hatten, begann am Freitag mit einem Empfang der Stadt Freiburg und der Verleihung des KKV-Ehrenpreises „Der ehrbare Kaufmann“ an Dr. Wolfgang Böllhoff vom gleichnamigen Bielefelder Unternehmen. Der Preis wurde nun zum dritten Mal verliehen, 2010 an die Freiburgerin Martina Feierling-Rombach und 2011 an Prof. Claus Hipp. Mit dem Ehrenpreis erinnert der KKV an eine alte Kernkompetenz des Verbandes: Das Ideal des "ehrbaren Kaufmanns". Er zeichnet damit  Unternehmer aus, die einen „ethisch guten Umgang“ mit Mitarbeitern, Kunden und der Gesellschaft pflegen.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer von der Universität Freiburg, Dr. Stefan Vesper vom ZdK und der Bundestagsabgeordnete Peter Weiß unter Leitung von Roland Schneble zum Thema einer aktiven Bürgergesellschaft. Tenor der Diskussion: Die Erwartungshaltung an den Staat ist zu groß. Der Einzelne muss sich mehr engagieren. Der Staat darf nicht der Problemlöser für alles sein. MdB Weiß forderte gleichzeitig dazu auf, die Wertebildung stärker zu forcieren. Deshalb sollte man Entscheidungen nicht nur mit Sachargumenten begründen, sondern auch sagen, welcher Wertmaßstab ihr zugrunde liege.

Arbeit menschengerecht gestalten - nicht den Menschen arbeitsgerechter
Erzbischof Dr. Robert Zollitsch forderte beim Eröffnungsgottesdienst im Freiburger Münster dazu auf, die Arbeit menschengerecht zu gestalten - und nicht den Menschen arbeitsgerechter. „Wir schauen daher aus nach Ideen und Wegen, wie Familie und Arbeit besser miteinander verbunden, Arbeit auch von zu Haus aus leichter getan werden kann.“ Aus Begegnungen mit zahlreichen Unternehmern wisse er, dass dies die Produktivität nicht mindere, sondern im Gegenteil dazu beitrage, „zufriedene und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen“.


„Freiburger Erklärung“ verabschiedet
Mit der Verabschiedung der „Freiburger Erklärung“ unterstrich der KKV erneut, dass für ihn der Mensch Vorrang hat. „Weder bloßer Liberalismus noch purer Sozialismus bieten verlässliche Grundlagen für eine lebendige, aktive Bürgergesellschaft. Leitbild einer erfolgreichen, aktiven Gesellschaft ist das christliche Menschenbild“, so der KKV. Gleichzeitig formulierte er fünf grundlegende Prinzipien bzw. Werte, die für das Verhalten des Einzelnen in einer Bürgergesellschaft nötig seien. Die „Freiburger Erklärung“ findet man unter www.kkv-bund.de.

MdB Prof. Dr. Patrick Sensburg neu im Bundesvorstand
Bei den anschließenden Wahlen wurde der bisherige Bundesvorsitzende, Bernd-M. Wehner aus Monheim am Rhein, mit überwältigender Mehrheit für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurde Tobias Gotthardt (Brüssel/München) als einer der Stellvertreter. Neu im Bundesvorstand ist Prof. Dr. Patrick Sensburg, MdB aus Meschede, der als weiterer stellv. Bundesvorsitzender Andreas Schuppert aus Dresden ablöste.

Nach der Festmesse in St. Martin, mit einer fulminanten Predigt von Monsignore Prof. Dr. Peter Schallenberg, dem Geistlichen Beirat des KKV, trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Verbandstages zur Festlichen Stunde in der Mensa der Universität. Hier setzte der Festredner Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, nochmals inhaltliche Pflöcke zum Verbandstagsthema. So betonte er, dass es vor allem die christlichen Werte gewesen seien, die uns in Deutschland und Europa geprägt hätten. Wichtig sei deshalb, „dass Verbände wie der KKV das christliche Menschenbild und die katholische Soziallehre immer wieder in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen.“ Der KKV-Bundesvorsitzende rief die Teilnehmer zu noch mehr Engagement auf. „Unser Verbandstag endet zwar jetzt – nicht aber unsere Aktivitäten.“ Gleichzeitig wies er auf das neue Schwerpunktthema des KKV hin: „Mensch bleib im Gleichgewicht – Mut zur Balance zwischen Arbeit und Freizeit“. Hier gelte es u.a., die permanente Erreichbarkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu reduzieren – zumindest an Sonntagen und im Urlaub.

im Freiburger Münster

 

Helene, Konrad und Senior Gottfried Beck auf der Bühne der Mensa

Dance Emotion beim Festabend

 

Msgr. Prof. Schallenberg in st. Martin