Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV: „Ehrbarer Kaufmann noch nicht in allen Köpfen“ Unternehmen, die Verfallsdatum einprogrammieren, leisten der Wirtschaft einen Bärendienst

„Der ‚ehrbare Kaufmann’ ist zwar in aller Munde, aber offenbar noch nicht in allen Köpfen.“ Mit diesen Worten kritisiert der KKV-Bundesverband, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, das Gebaren einiger Firmen, die ihren Produkten bereits ein Verfallsdatum einprogrammieren. „Firmen, die so den vorzeitigen Verschleiß bestimmter Bauteile vorsehen oder zumindest billigend in Kauf nehmen, leisten der Sozialen Marktwirtschaft und hier insbesondere dem Ideal des ‚ehrbaren Kaufmanns’ einen Bärendienst“, so der KKV-Bundesvorsitzende Bernd-M. Wehner. Auch wenn es vielleicht nur wenige „schwarze Schafe“ seien, so genügten diese doch, um das Vertrauen in die Seriosität und Ehrbarkeit in der Wirtschaft zu unterminieren. Nicht umsonst habe die jetzt veröffentliche Untersuchung der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen in Hamburg gezeigt, dass die Glaubwürdigkeit von Banken und Firmen sich im unteren Bereich der Skala bewegten.

„Gerade Manager sollten wissen, dass Vertrauen ein soziales Kapital ist, das schnell verspielt aber umso schwerer wieder zu gewinnen ist. Ein schneller Gewinn auf Kosten der Glaubwürdigkeit mag im Moment zwar Erfolg versprechen. Langfristig schadet sich aber jedes Unternehmen damit“, unterstreicht Wehner die Position des katholischen Sozialverbandes.

Nicht zuletzt aus diesem Grund vergibt der KKV, als ehemals Katholisch-Kaufmännischer Verein, bereits zum dritten Mal den Preis für den „Ehrbaren Kaufmann“. Nach der Finanz- und Wirtschaftskrise ein starkes Zeichen für einen verantwortlichen und ethisch guten Umgang von Unternehmen mit Mitarbeitern und Kunden sowie der Gesellschaft als Ganzes. 2011 wurde der Preis an Prof. Claus Hipp, vom gleichnamigen Unternehmen vergeben. Der Ehrenpreis 2013 soll anlässlich des 87. KKV-Bundesverbandstages am 10. Mai im festlichen Rahmen in den Räumen des Freiburger Rathauses überreicht werden.

Mit dem Ehrenpreis erinnert der KKV an eine alte Kernkompetenz des Verbandes: Das Ideal des "ehrbaren Kaufmanns". "Während der Begriff heute wieder eine gesellschaftspolitische Renaissance erlebt, hat der KKV als einstmals kaufmännischer Verband die Idee seit 1877 hoch gehalten und auch dann dazu gestanden, als es nicht unbedingt angesagt war, in Zeiten schneller Gewinne bodenständig, nachhaltig und sozial zu sein", betonte der KKV-Bundesvorsitzende. Der Leitspruch des KKV "Ehrlich im Handel, christlich im Wandel" sei daher aktueller denn je.