Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
www.kkv-bund.de
KKV-Bundesverband

KDFB und KKV: Lebenslanges Lernen soll „Generation Europa“ bilden ! Katholische Verbände mit gemeinsamem Namensvorschlag für EU-Programm / Senioren fördern!

KÖLN/ESSEN. „Generation Europa“ - geht es nach dem Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) und dem Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV), ist das der Name des neuen, knapp 20 Milliarden Euro schweren EU-Förderprogramms für Lebenslanges Lernen. Seit heute diskutieren darüber der Sozial- und der Kulturausschuss des Europäischen Parlaments. „Generation Europa“ ist dort einer der gehandelten Namen - „vielsprachig und passend, weil er klar macht, wie das Programm europäische Identität durch Bildung und Begegnung fördert“, so die Erklärung der Verbände. Beide unterstützen zudem den Vorschlag expliziter Seniorenförderung. Unterstützt werden sie dabei unter anderem von Andante, der Europäischen Allianz Katholischer Frauenverbände.


Nicht zufrieden, so KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth MdB, sei man mit dem Arbeitstitel der Europäischen Kommission. Diese hat für den neuen, die Bereiche Jugend, Erwachsenenbildung und Sport abdeckenden Fördertopf zunächst den Namen „Erasmus für Alle“ vorgeschlagen – angelehnt an die bisherige EU-Studierendenförderung. „Dieser Begriff ist zwar in Akademikerkreisen bekannt – darüber hinaus aber sagt er den Wenigsten etwas“, so KKV-Bundesvor-sitzender Bernd-M. Wehner.
Noch weniger gefällt den Verbandsvertretern der in den Debatten des Parlaments aufgetauchte Vorschlag „YES Europe!“. Damit, so die KDFB-Vizepräsidentin Dr. Elfriede Schießleder, zementiere man „einen Anglizismus, der über Jahre für Lebenslanges Lernen in Europa steht.“ Das, so ergänzt Andante-Vorsitzende Marie-Louise van Wijk-van de Ven, werde der Vielsprachigkeit innerhalb der EU nicht gerecht.
Die Verbände unterstützten deshalb den Änderungsantrag des fränkischen Europaabgeordneten Martin Kastler, der die Idee der „Generation Europa“ eingebracht hatte. "Grenzenlose Bildung und Begegnung schärfen das Bewusstsein einer altersunabhängigen Generation Europa. Eine Aufgabe, die man gerade in der anhaltenden Vertrauenskrise gegenüber der Europäischen Union nicht hoch genug schätzen kann", so die Verbände. Über diesen Punkt hinaus stellen sie sich hinter Kastlers Vorschlag, die Förderung der Senioren explizit ins Programm aufzunehmen und die garantierten Mittel für den Bereich der Erwachsenenbildung von 3 auf 10 Prozent des Gesamtetats zu erhöhen. So sei es „gerade im Europäischen Jahr 2012 für Aktives Altern und die Solidarität zwischen den Generationen ein wichtiges Signal, die Zielgruppe der Älteren in den Fokus europäischer Förderpolitik zu rücken.“
Gemeinsam bewerben die Verbände ihr Anliegen unter dem Titel „Generation Europa – Leben. Lernen. Ohne Grenzen.“ nun auch via facebook.