Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV: Menschen mit Trisomie 21 verdienen Lebenschancen - kein pränatales Todesurteil!

„Kinder mit Down-Syndrom haben ihren Platz in der Mitte unserer Gesellschaft - und nirgendwo anders. Trisomie 21 bringt vielleicht Einschränkungen - aber es nimmt nicht die Lebensfähigkeit und nicht die Lebensfreude. Wenn ein pränataler Test den Weg zur Abtreibung ebnet, ist das nichts anderes als die Grundlage übelster Selektion und moralisch nicht vertretbar", so Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV - Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung anlässlich einer Meldung, wonach kommende Woche ein neuartiger Trisomie21-Test eines Konstanzer Unternehmens seine Zulassung erhalten könnte.  Zwar, so Wehner, werde „suggeriert, dass es sich lediglich um eine sichere Erkennung von Trisomie 21 handelt". Am Ende aber erhöhe sich dadurch lediglich der Druck auf die Betroffenen Eltern:

"Da der gesellschaftliche Druck, Kinder mit Behinderung nicht zu gebären, immer größer wird, braucht man kein Prophet zu sein, um zu folgern, dass die Zahl der Abtreibungen in solchen Fällen weiter steigen wird."
Im Fall der Menschen mit Down-Syndrom sei das von besonderer Dramatik: "Down-Syndrom ist kein Todesurteil. Menschen mit dieser Krankheit leben heute, dank moderner Betreuungs- und Förderungsmethoden in der Mitte unserer Gesellschaft. Genau da gehören sie hin." Selbst Modelle selbstbestimmten Lebens im Erwachsenenalter seien heute keine Seltenheit. "Ihre Lebenserwartung hat sich in den letzten 30 Jahren verdreifacht und liegt heute mit 70 Jahren nahe am allgemeinen Durchschnitt", so Wehner.

Als Bundesvorsitzender des KKV, der als einer der vier großen katholischen Sozialverbände Deutschlands auch die freien Berufe und damit Ärzte, Pflegepersonal und Forscher vertritt, bezeichnet Wehner es als "traurig, dass wir in Deutschlands Laboren Zeit und Geld in Präimplantationsdiagnostik investieren, statt mit gleicher Leidenschaft daran zu arbeiten, dass unsere Gesellschaft Barrieren abbaut und Menschen mit Behinderung die Chancen gibt, die sie verdienen. Man kann nur hoffen, dass für dieses unsägliche Forschungsvorhaben am Bodensee nicht auch noch öffentliche Gelder flossen."

Grundsätzlich, so Wehner, erinnere der KKV deshalb mit Nachdruck daran, dass der Mensch – ob mit Behinderung oder ohne – ein Ebenbild Gottes ist und damit jeder die volle, unveräußerliche Würde genieße - von Anfang an."