Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV begrüßt Koalitionsantrag „Potenziale des Alters nutzen“ – Alter als Chance betrachten

Essen. „Der demografische Wandel ist nicht nur ein Problem, sondern, wenn wir alle Potenziale nutzen, auch eine enorme Chance für unsere Gesellschaft. Von daher begrüßen wir den Koalitionsantrag ‚Altersbilder positiv fortentwickeln – Potenziale des Alters nutzen’, der jetzt in erster Lesung im Bundestag beraten wurde.“ Mit diesen Worten unterstreicht Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, die Bedeutung der älteren Generation in der heutigen Zeit. Richtig sei auch der Appell an die Öffentlichkeit und die Medien, das „Alter“ so darzustellen, „dass kein Zerrbild entsteht und die vielfältig vorhandenen Stärken älterer Menschen deutlich werden“.

Darüber hinaus unterstützt der katholische Sozialverband die Forderung, die bestehenden Altersgrenzen in allen Lebensbereichen zu überprüfen. So wie es bereits im Rentenrecht keine starren Altersgrenzen gäbe, so könnten auch ähnliche Regelungen in anderen Bereichen möglich sein. Im Übrigen appelliert der KKV erneut an die Unternehmer, verstärkt auch ältere Arbeitnehmer einzustellen, und gleichzeitig generationengerechte Arbeitsplätze und ein gesund erhaltendes Arbeitsumfeld zu schaffen. „Der Sachverstand und die Erfahrung dieser Mitarbeiter ist vielfach mehr wert, als ungestüme Dynamik und fehlender Überblick so mancher Berufsanfänger. Im Übrigen zeige der Fachkräftemangel schon jetzt, dass es für Unternehmen immer wichtiger werde, qualifizierte Kräfte auch während einer Krise zu behalten, statt sie zu entlassen, um dann beim nächsten Aufschwung wieder mühsam qualifizierte Mitarbeiter zu suchen.

Im Übrigen unterstreiche das derzeitige Jahresthema des KKV "Verantwortungsbereite Bürgergesellschaft als Alternative zum Versorgungsstaat und zur Ellbogengesellschaft" die Chance von älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern, sich gesellschaftspolitisch zu engagieren. Deshalb sei die Forderung im Koalitionsantrag richtig, „älteren Menschen neue Wege für Selbst- und Mitverantwortung in der Zivilgesellschaft zu ebnen“. Auch der KKV werbe dafür, den Lebensabschnitt der Älteren als Zeit einer gesellschaftlichen Verantwortung zu sehen. „Wir brauchen deshalb Bürger, die bereit sind, Verantwortung in Staat und Gesellschaft zu übernehmen. Von daher müsse auch das Subsidiaritätsprinzip, die Hilfe zur Selbsthilfe, wieder gestärkt werden. Nur so könne selbstverantwortliches Leben auch im Alter gelingen, so der Bundesvorsitzende des KKV.