Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV begrüßt Gesprächsprozess – Katholische Soziallehre in heutige Sprache übersetzen

„Der KKV begrüßt den von der Deutschen Bischofskonferenz angestoßenen Gesprächsprozess. Ziel sollte vor allem sein, gemeinsam Wege aufzuzeigen, wie der christliche Glaube in der heutigen Zeit mehr Strahlkraft gewinnen kann.“ Mit diesen Worten umriss Bernd-M. Wehner, Vorsitzender der KKV-Bundesverbandes, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, die Position die KKV. Gleichzeitig sehe man sich als einer der vier großen Sozialverbände aber auch in der Pflicht, in der Gesellschaft das christliche Menschenbild gemäß der katholischen Soziallehre stärker zu vermitteln und auf dieser Basis immer wieder zu prüfen, ob die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen den Normen der Gerechtigkeit und Liebe entsprächen, so Wehner weiter.



Aus diesem Grund habe der KKV unter dem Motto „Als Kirche wirken. Mitten im Leben.“ ein Positionspapier erstellt, mit dem Ziel das christliche Menschenbild gemäß der katholischen Soziallehre immer wieder neu zu vermitteln, um daraus Leitlinien für die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen zu entwickeln.

Ein „Youcat“ für die Katholische Soziallehre gefordert
Damit die Botschaft der katholischen Soziallehre auch heute verstanden werde, müsse sie jedoch in die heutige Sprache übersetzt und praxisbezogen interpretiert werden. „Wir schlagen deshalb vor, die Kernaussagen der katholischen Soziallehre in eine Sprache zu übersetzen, die den Menschen von heute besser anspricht und sich an den beruflichen Lebenswelten orientiert.“ Deshalb sollte das „Kompendium der Soziallehre der Kirche“ ähnlich wie der „Katechismus für Jugendliche – Youcat“ als „praktischer Leitfaden für Jedermann“ übersetzt und herausgegeben werden.

In dem Positionspapier plädiert der KKV darüber hinaus für eine Stärkung des Verantwortungsbewusstseins, für eine nachhaltige Generationengerechtigkeit, für mehr Bildungsgerechtigkeit und für die Fortentwicklung einer familienfreundlichen Gesellschaft. Ein weiterer Schwerpunkt des Papiers bildet die Ethik in der Wirtschaft. Hier forciert der KKV erneut das Ideal des „Ehrbaren Kaufmann“, dem sich der Verband bereits seit seiner Gründung im Jahre 1877 verpflichtet weiß.

„Aufbruch für Werte – gemeinsam eine aktive Bürgergesellschaft gestalten“ lautetet denn auch das Schwerpunktthema des KKV für das Jahr 2011/12. Nur mit diesem neuen Leitbild könnten die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen letztlich bewältigt werden. „Deshalb brauchen wir eine ganzheitliche Politik und wir brauchen Bürger, die bereit sind, Verantwortung in Staat und Gesellschaft zu übernehmen“, so der KKV-Vorsitzende.

Den kompletten Text des Positionspapiers kann man unter www.kkv-bund.de, Stichwort „Zum Runterladen“, abrufen.