Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV kritisiert Verhalten der Parlamentarier der Linksfraktion und fordert Toleranz und Fairness beim Papstbesuch - Mit kirchlichen Positionen vorurteilsfrei auseinandersetzen

„Es ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten, was sich Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion und einige Parlamentarier der SPD und Grünen anlässlich der geplanten Rede von Papst Benedikt XVI. leisten. Da lädt der Bundestag mit Zustimmung aller Fraktionen den Papst ein, vor dem Parlament zu sprechen, und diese Abgeordneten wollen die Bundestagsrede boykottieren. Offenbar treffe auch hier Wilhelm Busch den Nagel auf den Kopf, wenn er feststelle: "Ein jeder ist für Toleranz, nur wenn's drauf ankommt, nicht so ganz."

 

 

Mit diesen Worten kritisierte Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, das skandalöse Verhalten dieser Abgeordneten. Wirkliche Toleranz bedeute aber, die Sichtweise des anderen zu ertragen – und das aber wechselseitig.

Im Übrigen empfahl Wehner insbesondere den Abgeordneten der Linkspartei einmal die Aussagen ihres Fraktionsvorsitzenden Gregor Gysi nachzulesen, die er im Oktober 2007 in einem Interview der Zeitschrift „Kompass“ des katholischen Militärbischofs gemacht habe: Ohne Religionen, Glauben und Kirchen gäbe es derzeit gesellschaftlich „keine Grundlage für allgemein verbindliche Moralnormen“. Und weiter: „Obwohl ich nicht religiös bin, fürchte ich also eine gottlose Gesellschaft nicht weniger als jene, die religiös gebunden sind.“

Vorurteilsfrei mit kirchlichen Positionen auseinandersetzen
"Wir rufen deshalb alle Papst- und Kirchengegner auf, sich einmal in Ruhe und vorurteilsfrei mit den Verlautbarungen und Erklärungen des Papstes – insbesondere mit seinen drei Enzykliken – auseinanderzusetzen. Vielleicht sehen sie dann, dass Papst und Kirche letztlich nichts anderes wollen, als den Menschen zu zeigen, wie ein gelungenes Leben aussehen kann."  Aufgabe der Kirche sei es schließlich, das Wort Gottes zu verkünden, ob gelegen oder ungelegen, nicht aber dem Zeitgeist nachzulaufen." Die mehr als eine Million Jugendlicher beim Weltjugendtag in Madrid habe dies begriffen und die hohen Zahlen der angemeldeten Teilnehmern bei den Papstmessen in Berlin, Erfurt und Freiburg zeigten deutlich, das auch in Deutschland dies so gesehen werde.

Selbstverständlich stelle sich die Kirche dem Dialog. "Das setzt aber voraus, dass auch die Gegner bereit sind, sich mit den Positionen der Kirche fair auseinanderzusetzen.“ Oder wie es Papst Benedikt im Vorwort zu seinem Jesus-Buch formulierte: "Ich bitte die Leserinnen und Leser nur um jenen Vorschuss an Sympathie, ohne den es kein Verstehen gibt."  Das sollte auch für die Auseinandersetzung bei strittigen Themen gelten, so der KKV. „Wir würden uns jedenfalls freuen, wenn der Papstbesuch die Freude am Glauben neu wecken würde. Auch bei denen, die bisher der Kirche mit Skepsis gegenüber stehen.“