Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV und MISEREOR helfen weiterhin Ostafrika: Bisheriger Spendenaufruf erbrachte bereits über 25.000 €. Appell an Firmen: Wirtschaftliches Handeln schließt Verantwortung für andere mit ein

KKV und MISEREOR bitten weiterhin dringend um Spenden für die Menschen in der Dürreregion Ostafrikas. In Somalia, Kenia und  Äthiopien geht es für Millionen Menschen um Leben und Tod. Hunderttausende sind auf der Flucht. Angesichts der weiterhin dramatischen Lage weitet MISEREOR seine Hilfsmaßnahmen aus und erhöht die Soforthilfe auf knapp 1,2 Millionen Euro. Die Unterstützung kommt bei den Betroffenen über Partnerorganisationen in Kenia und Äthiopien an. Auch in Somalia finanziert MISEREOR die Verteilung von Nahrungsmitteln, Wasser und Medikamenten sowie Saatgut und Dünger. Die betroffenen Regionen werden immer wieder von Dürren heimgesucht.

„Aufgrund dieser für uns kaum vorstellbaren Katastrophe hat der Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV) gemeinsam mit MISEREOR bereits mehrmals öffentlich dazu aufgerufen, für die von der Hungersnot betroffenen Menschen zu spenden. Bisher sind hier über 20 Tausend Euro zusammengekommen“, so der KKV-Bundesvorsitzende Bernd-M. Wehner. Deshalb nutzt der KKV auch weiterhin sein bundesweites Netzwerk und wirbt vor Ort für großzügige Spenden. Über MISEREOR gehen diese auf ein Soforthilfe-Konto und werden umgehend eingesetzt, um die Menschen in Ostafrika mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen. Spenden werden erbeten an das MISEREOR- Konto 10 10 10, Stichwort „KKV hilft Ostafrika“, BLZ 370 601 93, Pax-Bank.

KKV appelliert an Unternehmen und Politiker
Der KKV-Vorsitzende appelliert mit Blick auf die Katastrophe in Ostafrika jetzt insbesondere an die Unternehmen, die dank des wirtschaftlichen Aufschwungs derzeit gute Gewinne machen: „Bitte bedenken Sie, dass wirtschaftliches Handeln nicht nur am Profit ausgerichtet sein darf, sondern auch das Allgemeinwohl berücksichtigen muss.“ Es schließe deshalb die Verantwortung für den Anderen mit ein, wie es Papst Benedikt erst kürzlich formuliert habe. Und er nehme hier auch die Politik mit ins Boot, wenn er sage: „Hierzu gehört die Verantwortung für die eigene Nation und nicht nur für sich selbst, Verantwortung für die Welt, denn auch die Nation steht nicht für sich allein, … sondern ist für die ganze Menschheit verantwortlich und muss daran denken, die wirtschaftlichen Fragen immer mit dem Blick auf diese Verantwortung auch für die anderen Gebiete der Welt zu betrachten, für diejenigen, die leiden, die hungern und dürsten und keine Zukunft haben.“

Gleichzeitig unterstützt der KKV die Forderung von Misereor-Geschäftsführer Martin Bröckelmann-Simon, mehr in den Auf- und Ausbau von wasserrückhaltenden Systemen und regionalen Nahrungsmittelreserven zu investieren. Zudem brauche es mehr Geld für staatlich geförderte Veterinärsysteme, eine gezielte Subventionierung von Tierfutter und eine systematische Planung und Instandhaltung von Weiderouten.

MISEREOR ist das Hilfswerk der deutschen Katholikinnen und Katholiken für die Armen in den Ländern des Südens. Es tritt für die Schwachen und Benachteiligten ein, ungeachtet ihrer Religion, Herkunft, Hautfarbe und ihres Geschlechts. MISEREOR wurde 1958 als „Aktion gegen Hunger und Krankheit in der Welt“ gegründet. Seitdem hat das Hilfswerk rund 98.500 Projekte in Asien, Afrika und Lateinamerika mit mehr als 5,94 Milliarden Euro gefördert. Mehr Informationen finden Sie unter www.misereor.de.

Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit rund 90 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland. Informationen zum KKV erhalten Sie im Internet unter www.kkv-bund.de, oder unter 0201 87923 – 0.