Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
www.kkv-bund.de
KKV-Bundesverband

KKV und MISEREOR helfen Ostafrika

Die Lage in Somalia, Kenia, Äthiopien, Djibouti und Uganda hat sich extrem zugespitzt. Die unzureichende Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung, durch die herrschende Dürre, führt nach Einschätzungen der Vereinten Nationen zur derzeit schlimmsten Ernährungskrise der Welt. Über zehn Millionen Menschen am Horn von Afrika sind betroffen. Dies entspricht etwa der Einwohnerzahl von Baden-Württemberg. Die extreme Veränderung des Klimas hat für die bäuerlichen Familien in den Gegenden solch starke Auswirkungen, dass sie gegen die Ernteausfälle nicht abgesichert sind. Sie können auf keine Reserven zurückgreifen und haben auch keine anderen Einnahmequellen außer ihrer Viehhaltung.

MISEREROR: Hungriges Kind in Kenia



Nicht zuletzt aus diesem Grund hat der KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, gemeinsam mit MISEREOR bereits vor einiger Zeit öffentlich dazu aufgerufen, für die von der Hungersnot betroffenen Menschen zu spenden. Gleichzeitig nutzt der KKV sein bundesweites Netzwerk und wirbt vor Ort für großzügige Spenden. Über MISEREOR gehen diese auf ein Soforthilfe-Konto und werden umgehend eingesetzt, um die Menschen in Ostafrika mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen. Spenden werden erbeten an das MISEREOR- Konto 10 10 10, Stichwort „KKV hilft Ostafrika“, BLZ 370 601 93, Pax-Bank.

KKV-Appell an Politiker
Der KKV-Bundesvorsitzende Bernd-M. Wehner appelliert mit Blick auf die Katastrophe in Ostafrika an die EU-Politiker: „Vergessen Sie bei allen europäischen Finanzproblemen nicht die wirklichen Probleme in der Welt.“ So verständlich es auch sein mag, dass wir unseren Wohlstand behalten wollen, so unverständlich bleibe es, wenn wir dabei die wirkliche Not in der Welt ignorierten.

„Gemeinsam mit MISEREOR fordern wir deshalb die Politiker auf, alles zu tun, um die Hungersnot auf der Welt zu lindern und vor allem auch Finanz- und Wirtschaftsstrukturen zu schaffen, die einen gerechten Ausgleich zwischen den einzelnen Ländern ermöglichen“, so Wehner weiter. Deshalb unterstütze man auch die Forderung von Misereor-Bischof Werner Thissen an die Bundesregierung, den Fragen der Ernährungssicherung, der Bekämpfung des weltweiten Hungers und des Menschenrechts auf Nahrung einen höheren Stellenwert zukommen zu lassen. Die Bundesregierung müsse hier eindeutige Prioritäten setzen, damit sich eine Tragödie wie die am Horn von Afrika nicht wiederhole.

MISEREOR ist das Hilfswerk der deutschen Katholikinnen und Katholiken für die Armen in den Ländern des Südens. Es tritt für die Schwachen und Benachteiligten ein, ungeachtet ihrer Religion, Herkunft, Hautfarbe und ihres Geschlechts. MISEREOR wurde 1958 als „Aktion gegen Hunger und Krankheit in der Welt“ gegründet. Seitdem hat das Hilfswerk rund 98.500 Projekte in Asien, Afrika und Lateinamerika mit mehr als 5,94 Milliarden Euro gefördert. Mehr Informationen finden Sie unter www.misereor.de.