Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV begrüßt Impulspapier der Bischöfe – Rentenbeginn mit 67 ein Schritt in die richtige Richtung – Bildung muss unterschiedliche Begabungen fördern

"Das jetzt vorgelegte Impulspapier „Chancengerechte Gesellschaft – Leitbild für eine freiheitliche Ordnung“ der deutschen Bischöfe zeigt gute Ansätze, um die gesellschafts- und sozialpolitischen Probleme langfristig zu lösen.“ So ein erster Kommentar des Bundesvorsitzenden des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, Bernd-M. Wehner. Auch der KKV sehe Bildung, Arbeit und Generationengerechtigkeit als die grundlegenden Bedingungen für gemeinschaftliche Teilhabe, sozialen Aufstieg und Wohlstand an.Der katholische Sozialverband begrüßt deshalb auch ausdrücklich die klare Aussage des Papiers bezüglich der Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre. „Wer jetzt angesichts der demografischen Entwicklung die Rente mit 67 in Frage stellt, ignoriert letztlich die Realität.“
Eine Gesellschaft, die immer älter werde, gleichzeitig aber weniger Kinder bekomme, müsse sich darüber im Klaren sein, dass auf dieser Basis ein Rentensystem, das auf dem Umlageverfahren beruhe, nur funktionieren könne, wenn man entweder den Rentenbeginn nach hinten verschiebe oder aber die Rentenbeiträge erhöhe, so der KKV-Bundesvorsitzende.

Richtig sei auch, dass Bildung heute einen entscheidenden Stellenwert habe. Deshalb müsse alles getan werden, damit jeder so früh wie möglich nach seinen Fähigkeiten gefördert werde. Dabei sollte man aber nie vergessen, dass die Begabungen unterschiedlich seien. „Der Mensch fängt nicht erst beim Abiturienten an“, so Wehner wörtlich. „Deshalb müssen wir vor allem auch die fördern, die praktisch begabt sind.“

Im Übrigen unterstreicht der KKV die Aussagen des Papiers bezüglich der Eigenverantwortung des Einzelnen. Mit der Formulierung, dass es Pflicht des Einzelnen sei, „die ihm gegebenen Möglichkeiten zu nutzen, bevor er Hilfe der Solidargemeinschaft in Anspruch nimmt“, werde genau das ausgedrückt, was der KKV immer wieder fordere. Von daher begrüße man auch die Skepsis des Papiers hinsichtlich der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens.

„Der KKV lehnt ein solches Grundeinkommen ab“, so Wehner weiter. „Für uns ist Eigenverantwortung im Sinne des Subsidiaritätsprinzips nicht unsozial, sondern das Kennzeichen einer Gesellschaft, die soziale Gerechtigkeit anstrebt. Sozial ist deshalb, was den Einzelnen zur Eigeninitiative ermutigt und zur Eigenständigkeit befähigt.“

Der katholische Sozialverband hatte bereits im März 2009 eine entsprechende Erklärung zum Grundeinkommen verabschiedet. Den vollständigen Wortlaut der Erklärung findet man unter www.kkv-bund.de, Stichwort "Zum Runterladen".