Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

PID: KKV kritisiert MdB Hintze und Ärztepräsident Hoppe

Mit großem Erstaunen, ja mit Entsetzen nehmen wir zur Kenntnis, dass der CDU-Abgeordnete Peter Hintze behauptet, dass ein Embryo außerhalb des Mutterleibes 'kein Mensch' sei. Wer solche Thesen in die Welt setze, müsse sich – vor allem als evangelischer Theologe – fragen lassen, welches Menschenbild er hat." Mit dieser Feststellung kritisiert der KKV-Bundesvorsitzende, Bernd-M. Wehner, in aller Schärfe die Aussagen des CDU-Abgeordneten. Darüber hinaus nehme der KKV auch mit Verwunderung den Sinneswechsel von Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe wahr.




Während Hoppe noch vor einem Monat in einem Interview mit Radio Vatikan klar festgestellt habe, dass bei der Präimplantationsdiagnostik
(PID) als auch bei der Pränataldiagnostik menschliches Leben vernichtet werde und dies demzufolge nicht zum Aufgabenspektrum eines Arztes gehöre, habe er
sich nun gegen ein Verbot der PID ausgesprochen.

Der KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, erinnert deshalb erneut daran, dass sich nicht nur aus Sicht der Kirche sondern auch biologisch betrachtet, der Mensch von der Befruchtung an – also nach der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle – als Mensch und nicht zum Menschen entwickele. "Wer einen anderen Zeitpunkt wählt, öffnet der Willkür Tür und Tor", so Wehner wörtlich. Im Übrigen müsse man dann auch sagen, welcher Faktor bei einem späteren Zeitpunkt auf einmal dafür sorge, dass erst ab diesem Zeitpunkt aus den befruchteten Zellen auf einmal ein Mensch entsteht.

"Wer menschliches Leben einmal preisgibt, egal ab welchem Zeitpunkt, spielt sich letztlich als Herr über Leben und Tod auf." Aus diesem Grund sollten auch Menschen, die nicht an Gott glaubten, ein Interesse daran haben, dass auch ihre Menschenwürde durch das christlich geprägte Bild vom Menschen als Ebenbild Gottes geschützt werde. "Menschenwürde ist eben keine Erfindung des Menschen, die somit bei Bedarf entsprechend ab- oder anerkannt werden kann", so der KKV-Bundesvorsitzende.