Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV unterstützt Erzbischof Marx: "Ja zur europäischen sozialen Marktwirtschaft"

"Erzbischof Reinhard Marx hat recht: Wir brauchen eine starke 'europäische soziale Marktwirtschaft'", so Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV) in Essen. "Europa hat über sechs Jahrzehnte einen erfolgreichen gemeinsamen Binnenmarkt geschaffen - Marx Idee ergänzt diesen um die so wichtige soziale Dimension und rückt den Menschen in den Mittelpunkt der Märkte." Der Erzbischof hatte bei der Ökumenischen Armutskonferenz im Europäischen Parlament am vergangenen Donnerstag in Brüssel gesagt, das "Ziel der Europäischen Union sei laut EU-Vertrag eine wettbewerbsfähige und soziale Marktwirtschaft".

Der KKV habe diesen Anspruch bereits in seinem aktuellen Jahresthema "Renaissance der Sozialen Marktwirtschaft – Hoffnungszeichen für eine gerechtere Welt“ gefasst, die europäische Schlüsselrolle dabei betont und deutlich gemacht, "dass Freiheit, Selbstverantwortung, Eigeninitiative und Wettbewerb die Erfolgsfaktoren eines erfolgreichen Wirtschafts- und Sozialsystems sind und bleiben". Gleichberechtigt aber brauche es einen durchsetzungsfähigen Staat, der für einen stabilen Rechtsrahmen und eine Sozialordnung sorge, die auf Eigenvorsorge und Solidarität mit den Schwachen setze. Auch teile der KKV die Vision von Marx, "dass das Wort Kapitalismus irgendwann verschwindet und Soziale Marktwirtschaft bleibt".   

Der KKV halte seit über 130 Jahren die Fahne der katholischen Soziallehre, der kaufmännischen Tugenden und wirtschaftsethischen Handelns hoch und plädiere gerade jetzt für eine Rückbesinnung auf die Werte und eine entschlossene Renaissance der Sozialen Marktwirtschaft", unterstrich Wehner. Sie neu zu erfinden für das 21. Jahrhundert, für globale Märkte und den europäischen Binnenmarkt sei eine der größten Herausforderungen, denen sich Politik, Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft in einem breiten Bündnis der Vernunft stellen müssten. "Schon in den 50ern hätte es die Idee der Sozialen Marktwirtschaft ohne die katholische Soziallehre und den christlichen Hintergrund ihrer Väter wohl kaum gegeben."   

"Mit dem Thema rückt der KKV ein Grundanliegen in den Blickpunkt, das gerade in der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise aktueller denn je ist", betont der KKV-Bundesvorsitzende. Deshalb sei eine globale Wirtschaftsform dringend erforderlich, die auch den Entwicklungsländern faire Chancen auf dem Weltmarkt einräumt.