Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV: Überhöhte Dispozinsen und Gebühren sind unsozial

"Überzogene Dispozinsen und Kartengebühren sind unsozial und scheinen gerade im Schatten der von der Öffentlichkeit milliardenschwer getragenen Krise unmoralisch. Die betroffenen Banken und Sparkassen leisten sich einen Bärendienst, wenn sie weiterhin so maßlos zugreifen", so Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV – Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung. "Wer sich selbst Kredite der Europäischen Zentralbank zu historischen Tiefpreisen holt und den Kunden bei Dispokrediten zweistellige Prozentsätze bei den Zinsen abverlangt, ist weit entfernt vom Ideal des Ehrbaren Kaufmanns. Wer so handelt, hat – sprichwörtlich – die Rechnung ohne den Kunden gemacht.“

Banken und Sparkassen, so Wehner, wären gut beraten, in ihrem Geschäftsgebaren mehr Augenmaß und Transparenz zu zeigen. „Wieder einmal müssen die Kunden das Gefühl haben, der Lerneffekt der Krise gehe gegen Null. Jetzt ist die Zeit, neu Verantwortlichkeit in der Wirtschaft zu zeigen und ein ehrliches Unternehmerethos zu leben.“

Der KKV predige das als einer der vier großen katholischen Sozialverbände seit über 130 Jahren und habe – nicht ohne Grund – dieses Jahr erstmals den Preis des "Ehrbaren Kaufmanns" vergeben. "Wir wollen damit deutlich machen, dass es nicht ausreicht, dem Begriff in Schönwetterreden und großartigen Werbekampagnen plakativ zu gebrauchen: Der Ehrbare Kaufmann will gelebt sein – 100-prozentig. Davon sind wir noch immer weit entfernt."

Der KKV habe zum Ideal des Ehrbaren Kaufmanns und zur Sozialen Marktwirtschaft auch dann gestanden, als es nicht unbedingt angesagt war, in Zeiten schneller Gewinne bodenständig, nachhaltig und sozial zu sein" betonte der KKV-Vorsitzende. Der Leitspruch des KKV "Ehrlich im Handel, christlich im Wandel" sei daher aktueller denn je.