Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV: Hände weg vom Urlaub – Leistung nachhaltig fördern

"Wollen wir hoffen, dass es sich beim aktuellen Getöse in Sachen Urlaubskürzung nur um unbedeutende Unkenrufe im Sommerloch handelt“, so Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV – Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung. "Gesetzlich garantiert sind in Deutschland 24 Tage Urlaub. Alles Weitere regeln die Branchentarifverträge – in vollkommener Autonomie von Unternehmen, Arbeitnehmern und Tarifpartnern. Das ist gut so.“

Was die aktuelle Debatte verschweige: „Deutschland hat in den vergangenen zwanzig Jahren keine großartige Erhöhung der Urlaubszeiten erlebt. Wir fahren gut damit - und selbst in der heftigen Krise boomt Deutschlands Wirtschaft schneller als jede andere in Europa. Warum also sollten wir uns hier am Rest der Welt orientieren und nicht einfach stolz auf eine Vorbildrolle sein?“ Vielleicht, so Wehner, liege es ja gerade an der Tatsache, das man den Menschen hier zu Lande den nötigen Ausgleich gewähre: "Urlaub heißt Auszeit, heißt Durchatmen, heißt auch Zeit für die Familie – all das stärkt neu für die Herausforderungen im beruflichen Alltag. Urlaub garantiert Balance und Nachhaltigkeit. Wer ihn einsparen möchte, denkt viel zu kurz“, so Wehner, dessen Verband aus ähnlichen Gründen mit "Ich bin Sonntagsschützer/in!" eine eigene Kampagne zum Schutz des Sonntages initiiert hat und Erstunterzeichner der vom Europaabgeordneten Martin Kastler ins Leben gerufenen Aktion www.free-sunday.eu ist, der eine europäische Bürgerinitiative zu diesem Thema fordert.

"Nachhaltigen Aufschwung erlebt der, der nicht nur den Profit sondern mit ihm gleichberechtigt den Menschen ins Zentrum rückt.“ Was nicht heißt, so Wehner, dass Unternehmen oder Branchen sich mit ihren Mitarbeitern in Aufschwung- und herausragenden Aufholphasen auf ein Aufschieben des Urlaubs einigen könnten: "Das aber liegt in der Verantwortung der Tarifparteien – dafür braucht man kein Getöse geltungssüchtiger Wirtschaftsverbände zur Urlaubszeit.“

"Vielleicht", so Wehner mit einem Augenzwinkern, "bräuchten schlichtweg die, die solche Forderungen von sich geben, einfach selbst mal wieder richtig Urlaub."