Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV: Endlich mehr Konsequenz für Europas Kompetenz

Gipfeltreffen - EU am Scheideweg / Bürger wollen gemeinsamen Geist

„Diese globale Krise schreit geradezu nach einem einheitlichen und entschlossenen Kurs des europäischen Dampfers“ – dennoch, so Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV – Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung im Vorfeld des morgen beginnenden EU-Gipfels, lasse gerade die Europäische Union politische Konsequenz, aufrichtigen Willen und ein tatkräftiges Durchgreifen vermissen.

„Die Bürger müssen merken: Regierungschefs, Kommission und Parlament ziehen an einem Strang und sind handlungsfähig, sie tun gemeinsam was für uns. Europa braucht Köpfe, die etwas zu sagen haben und einen gemeinsamen Geist, der wirkt.“

Der Europäischen Union, so der KKV-Bundesvorsitzende, mangele es „nüchtern betrachtet“ heute weder an Kompetenzen noch an kompetenten Gremien. „Allein der Wille fehlt“ – der Wille, so Wehner, gemeinsam etwas zu erreichen, über den einen oder anderen nationalen Schatten zu springen und gemeinsam als global player aufzutreten.

„Die Bürger wünschen sich mehr Konsequenz für Europas Kompetenz.“ Der kommende Gipfel und die bald darauf folgenden G-20-Verhandlungen seien dafür ein wichtiger Prüfstein. „Gelingt es Europa, die Finanztransaktionssteuer und eine Bankenabgabe als gemeinsame Idee global durchzusetzen, hat Europa Durchsetzungskraft bewiesen und für mehr Gerechtigkeit gesorgt.“ Noch aber stünden davor große Fragezeichen.

„Europa steht sechzig Jahre nach Gründung der EU an einem Scheideweg. Wir müssen seine Basis neu definieren und uns an den alten Werten orientieren.“ Kirchen und kirchliche Verbände, so Wehner abschließend, „müssen gerade in der aktuellen Krise Europas Tatkraft mit Nachdruck fördern und einfordern. Wir sind gemeinsam Lobbyisten der Menschlichkeit – als solche stehen wir voll zu der europäischen Idee – vorausgesetzt, sie lebt und wirkt.“