Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV fordert: Gesellschaftspolitische Gemeinsamkeiten der Ökumene mehr betonen Noch 100 Tage bis zum ÖKT

100 Tage vor Eröffnung des Ökumenischen Kirchentages 2010 in München (ÖKT) hat der Bundesvorstand der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV) anlässlich einer Klausurtagung in Essen nicht nur das Programm des vom Verband getragenen ÖKT-Projekts „Haus der Sozialen Marktwirtschaft“ am Münchner Königsplatz präsentiert, sondern auch die ÖKT-Verantwortlichen zu mehr ökumenischem Weitblick eingeladen: „Ökumene ist schon heute weit mehr als nur ein leerer Tisch.

Gerade im gesellschaftspolitischen Engagement und in der christlichen Soziallehre können die Kirchen gemeinsam aus dem Vollen schöpfen und Gesellschaft ganz konkret christlich gestalten.“

Mitten im Leben zu sein, so Verbandsvorsitzender Bernd-M. Wehner, das sei auch Anliegen des vom KKV organisierten „Hauses der Sozialen Marktwirtschaft“. „Wir schaffen dieses offene Forum mitten im wirtschaftlich pulsierenden Zentrum bewusst an einer Schnittstelle von Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, um Geschichte und Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft zu hinterfragen und weiter zu denken. Und wir schaffen es, weil wir das für eine der zentralen, gesellschaftlichen Aufgaben für uns als großen kirchlichen Sozialverband und die Kirche insgesamt halten.“ Mehr unter www.haus-der-sozialen-marktwirtschaft.de.

Das nun offiziell vorgestellte Gesamtprogramm mit rund 20 Veranstaltungen und zahlreichen Ehrengästen solle helfen, „die Diskussion zur Renaissance der Sozialen Marktwirtschaft endlich über das bloße Schlagwort hinaus zu vertiefen und einen Impuls für mehr christliches Engagement dabei zu geben.“ Garantieren soll dies u.a. ein von kirchlichen Sozialverbänden unter Federführung des KKV gemeinsam getragener „Münchner Appell zur Renaissance der Sozialen Marktwirtschaft“ sowie der vom KKV-Verbandsvorstand am Wochenende neu beschlossene KKV-Ehrenpreis „Der Ehrbare Kaufmann“, den der Verband anlässlich des ÖKT erstmals vergeben wird.

Mehr Konkretes, das wünscht sich der KKV nun auch vom gesamten ÖKT: „Im Detail kann der Kirchentag sicherlich noch die eine oder andere zentrale, konkrete und gesellschaftlich relevante Kernbotschaft entwickeln. Wir werden dem Wert der Ökumene lange nicht gerecht, wenn wir uns zu sehr auf den Tisch und das – liturgisch noch weit entfernte – gemeinsame Abendmahl konzentrieren. Entscheidend sei vielmehr, dass man in gesellschaftspolitischen und vor allem in ethischen Fragen mit einer Stimme spreche, so der Appell des KKV-Vorsitzenden.