Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
www.kkv-bund.de
KKV-Bundesverband

KKV macht Soziale Marktwirtschaft zum Jahresthema

"Renaissance der Sozialen Marktwirtschaft – Hoffnungszeichen für eine gerechtere Welt“. Unter diesem Motto startet der Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV) ins Jahr 2010. "Mit dieser Thematik wollen wir deutlich machen", so Bernd-M. Wehner, Vorsitzender des KKV-Bundesverbandes, "dass nicht die Soziale Marktwirtschaft die Finanz- und Wirtschaftskrise ausgelöst hat, sondern die mangelnde Ethik und die damit verbundene vielfache Gier – nicht nur von Managern."

Deshalb sei es notwendig, dass die ethischen Grundwerte der Sozialen Marktwirtschaft und das damit verbundene Menschenbild wieder ins Bewusstsein gerufen würden. Schließlich basierte schon für Wilhelm Röpke, einer der geistigen Väter der Sozialen Marktwirtschaft, diese Wirtschaftsordnung auf dem Ethos der Marktteilnehmer und deren Menschenbild. Röpke sah dabei den Menschen als "Kind und Ebenbild Gottes", das nicht zum Mittel erniedrigt werden dürfe, aber auch selbst nicht Gott sei.

 

"Als katholischer Sozialverband ist es daher unsere Aufgabe", so Wehner weiter, "das christliche Menschen- und Gesellschaftsbild zu vermitteln und auf dieser Basis immer wieder zu prüfen, ob die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen den Normen der Gerechtigkeit und Liebe entsprechen." Deshalb wolle man auch auf dem Ökumenischen Kirchentag in München mit dieser Themensetzung eine inhaltliche Lücke im Programm füllen. Im Münchener KKV-Haus werde man daher während des Kirchentages ein "Haus der Sozialen Marktwirtschaft" einrichten, um so ein Forum für Diskussionen, Podien, Workshops und anderen kreativen Veranstaltungen zu bieten. Mehr dazu unter www.haus-der-sozialen-marktwirtschaft.de.

Mit seinem Schwerpunktthema rückt der KKV ein Grundanliegen in den Blickpunkt, das gerade jetzt in der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise aktuell sei. "Die Soziale Marktwirtschaft ordnet nicht alles dem Profit

unter. Sie gibt dem ökonomischen Handeln Rahmenbedingungen, damit es dem Menschen und seinen Bedürfnissen dient,“ unterstreicht Wehner. Deshalb könne die Soziale Marktwirtschaft, wie sie in Deutschland entwickelt worden sei, Modell auch für andere Staaten sein.