Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

DAZU-MELDUNG: Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Schutz des Sonntages KKV: „URTEIL IST EINE ENTSCHEIDUNG FÜR DEN MENSCHEN UND DIE MENSCHLICHKEIT“

Mit Erleichterung hat der Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV)  – auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes reagiert, die Adventssonntage weiter zu schützen und entsprechende Regelungen zur sonntäglichen Ladenöffnung in Berlin zu kippen:

„Es ist das einzig richtige Signal – gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise und auflebender wirtschaftsethischer Diskussion. Der freie Sonntag ist ein starkes Stück unserer Kultur, das wir – weit über die religiöse Bedeutung hinaus – nicht kippen dürfen", so der KKV-Bundesvorsitzende Bernd-M. Wehner heute im Interview mit Radio Vatikan.

Der Sonntag sei und bleibe ein Feiertag - vor allem ein Feiertag der Menschlichkeit. Er stelle den Menschen in den Mittelpunkt, wo Markt und Geschäft ihn gerne vergessen würden. "Das gilt für alle Sonntage im Jahr und kommt im Besonderen zum Ausdruck in den vier Adventssonntagen, die Trubel, Hektik und Extremkonsum der Vorweihnachtszeit einen wohltuenden Gegenpol bieten."

Wehner fordert deshalb die Bürger und vor allem die Christen auf, sich zum vollen Sinn des Sonntags zu bekennen und ihn nicht der heutigen Erlebniskultur preiszugeben. "Nur wenn wir den Sonntag glaubwürdiger leben, wird er wieder die Anziehungskraft erhalten, die ihm zukommt. Wer aber – wie in Berlin – versucht, das Licht der Adventskerzen im Trubel des Alltags zu verlöschen, bringt unserem Land keinen wirtschaftspolitischen Lichtblick – im Gegenteil: Er geht einen verächtlichen Schritt hin zum weiteren gesellschaftlichen Burn-out“, so der KKV-Vorsitzende.

Der KKV unterstützt zudem die Initiative des Europaabgeordneten und KKV-Mitglieds Martin Kastler zum europaweiten Schutz des Sonntags: „Wer einen nachhaltigen Binnenmarkt der Waren will, der muss den Binnenmarkt der Werte fördern. Der Schutz des Sonntags stünde auf europäischer Ebene unter dem richtigen Stern.“