Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV ZUR HERBSTVERSAMMLUNG DER DEUTSCHEN BISCHOFSKONFERENZ: WIRTSCHAFTSKRISE ALS HANDLUNGSFELD DER WELTKIRCHE ENTDECKEN

„Die Weltkirche ist ein globales Netzwerk nachhaltiger und wirtschaftsethischer Entwicklung, das gerade in Krisenzeiten trägt. Es ist deshalb gut, wenn sich die deutschen Bischöfe in den kommenden Tagen mit der Krise und dem Netzwerk Weltkirche in Deutschland beschäftigen“, so Tobias Gotthardt, stellv. Vorsitzender des Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV). „Wir sind uns einig, dass es ein Weiter so im globalen Markt nicht geben darf – aber den neuen Weg werden wir nur gemeinsam entdecken. Das gilt auch für das G-20-Treffen in Pittsburgh Ende der Woche.“

Der KKV wünsche sich deshalb vom Gipfel der G-20-Staaten ein klares Signal zum Aufbruch in einen „Aufschwung der Werte“. Diesen, so Gotthardt weiter, „braucht die Welt noch bevor ein eventueller wirtschaftlicher Aufschwung die Lehren dieser Krise wieder vergessen lässt und wir im Eiltempo zum Abgrund der nächsten Krise laufen.“ Von der Bischofstagung in Fulda, so der stellv. Verbandsvorsitzende, müsse deshalb „auch ein Signal des Aufbruchs ausgehen“.

Machen wir uns klar, heißt es beim KKV: „Wer Veränderung will, der braucht weltweit Menschen, die diesen Weg der Veränderung aus Überzeugung gehen. Es steht uns Christinnen und Christen gut zu Gesicht, die Zeichen der Zeit zu erkennen und uns weltweit an die Spitze einer Bewegung zu stellen, die die Soziale Marktwirtschaft der Zukunft formuliert, die einer globalen Charta nachhaltigen Wirtschaftens zur Umsetzung verhilft. Wir sollten diese Chance nicht vertun und auch als Weltkirche in Deutschland an einem Strang ziehen.“ Die Sozialenzyklika des Papstes biete dafür ebenso wertvolle Ansätze wie es überhaupt die Grundsätze der katholischen Soziallehre tun. „Lassen wir uns nicht einreden, die christlichen Kirchen hätten keine Antworten auf die drängenden Fragen des Alltags. Wir haben sie und unser Glaube lädt uns ein, dazu zu stehen.“

Der KKV als großer katholischer Sozialverband in Deutschland nehme seine Verantwortung an der Schnittstelle von Wirtschaft, Verwaltung, Kirche und Gesellschaft wahr. „Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und bereit mitzudenken, beherzt anzupacken und das Wort dort zu erheben, wo Gerechtigkeit unter die Räder grenzenlosen Wuchers gerät.“