Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

Wahlrecht ist Wahlpflicht – KKV appelliert an Mitglieder und Bürger zur Wahl zu gehen

"Mit großer Besorgnis beobachten wir die zunehmende Wahlmüdigkeit der Bürgerinnen und Bürger. Während bei den Bundestagswahlen bis 1983 noch rund 90 Prozent der Wählerinnen und Wähler zu den Wahlurnen gingen, nahmen im Jahr 2005 nur noch 77,7 Prozent teil - ein historischer Tiefstand."

Mit diesen deutlichen Worten kritisierte Bundesverbandsvorsitzender Bernd-M. Wehner die offenbar immer größer werdende Wahlmüdigkeit der Bundesbürgerinnen und -bürger. Besonders drastisch sei dies bei der Wahl zum Europaparlament am 7. Juni diesen Jahres sichtbar gewesen. Hier hatten nur 42 Prozent der Wahlberechtigten teilgenommen.

 Nicht zuletzt aus diesem Grund appelliert der Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung an die Wählerinnen und Wähler bei der Wahl am 27. September in jedem Fall ihre Stimme abzugeben. "Wahlrecht bedeutet auch Wahlpflicht", unterstreicht Wehner. "Je weniger zur Wahl gehen, desto stärker ist der Einfluss extremistischer Parteien." Im Übrigen habe auch jeder das Recht auf Kritik an der Politik verloren, wenn er nicht wählen gehe.

 Der katholische Sozialverband unterstreicht, dass das Wahlrecht keine Selbstverständlichkeit sei, sondern als politisches Grundrecht in Jahrhunderten erkämpft werden musste. "Wer dieses Recht leichtfertig aufgibt, verzichtet auf seine politische Mitwirkung", so Wehner. Zwar könne man nachvollziehen, dass viele Bürgerinnen und Bürger angesichts mancher "politischer Skandale" vielfach kein Vertrauen mehr in die Politik hätten. Doch deshalb nicht zur Wahl zu gehen, sei genau der falsche Weg. Demokratie lebe schließlich von der Mitverantwortung aller. Im Übrigen sei es auch wenig sinnvoll, "auf die da oben" zu schimpfen. Niemand werde daran gehindert, sich selbst zu engagieren, um es besser zu machen.