Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV unterstützt Ministerpräsident Dieter Althaus:

 Patientenverfügungsgesetz im nächsten Jahr auf Praxistauglichkeit überprüfen

Der KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, unterstützt die Forderung des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus, das jetzt auch vom Bundesrat verabschiedete Gesetz zur Patientenverfügung im kommenden Jahr auf seine Praxistauglichkeit zu überprüfen. Gleichzeitig teilt der katholische Sozialverband die Bedenken von Althaus, eine solche Problematik überhaupt gesetzlich zu regeln.

 

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Michaela Noll für den Wahlkreis Mettmann-Süd, die auch Mitglied des KKV ist, habe es auf den Punkt gebracht, wenn sie schreibe: "Ein Patientenverfügungsgesetz ist der Versuch, ein Problem mit juristischen Mitteln zu lösen, dass mit juristischen Mitteln nicht zu lösen ist. Gegen die Angst vieler Menschen vor einem qualvollen, einsamen, als sinnlos empfundenen Sterbeprozess und vor einer Medizin, die vermeintlich nicht loslassen kann, hilft kein Patientenverfügungsgesetz, sondern nur ein achtsamer Umgang mit Patienten und Sterbenden, der mit ihnen danach sucht, wie sie ihren Tod sterben können."

 Das Gesetz basiert auf dem Entwurf des SPD-Abgeordneten Joachim Stünker und sieht vor, dass Patientenverfügungen zum Lebensende ohne Einschränkung - also unabhängig von Art und Stadium der Erkrankung - verbindlich sind, sofern sie in schriftlicher Form vorliegen. Das Gesetz schreibt keine verbindliche vorherige Beratung vor.

 Der KKV weist in diesem Zusammenhang auf die Christliche Patientenverfügung hin, die unter anderem von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) herausgegeben wird. Hierin werde ausdrücklich auf die Option hingewiesen, eine Person zu bevollmächtigen, die als rechtliche Vertreterin in Kenntnis des Patienten dessen Wünsche in Kooperation mit dem Arzt am Lebensende umzusetzen hilft.

"Unserer Ansicht nach gewährleistet dieses Zusammenspiel von Selbstbestimmung und Fürsorge das Wohl eines jeden Patienten am Lebensende am besten", so der Vorsitzende des KKV-Bundesverbandes Bernd-M. Wehner.

 Die christliche Patientenverfügung ist im Internet unter

www.dbk.de/imperia/md/content/schriften/dbk6.gemeinsametexte/gt_15-2_auflage.pdf herunter zu laden, oder erhalten Sie beim KKV: www.kkv-bund.de