Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

Europa muss die Sprache seiner Bürger sprechen

KKV begrüßt Initiative der Bundesländer für deutsche Sprache in der EU

Über 100 Millionen Bürger in der EU sprechen Deutsch als Muttersprache, damit ist Deutsch die meistgesprochene Sprache in der EU.

Ausdrücklich begrüßt deshalb Clemens-August Krapp, Bundesvorsitzender des Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV) die Initiative von sechs deutschen Bundesländern für eine Stärkung der deutschen Sprache in der Europäischen Union.

Es sei nicht nur das Recht eines jeden EU-Bürgers, alle EU-Dokumente in seiner Sprache zu erhalten. „Wer die Sprachenvielfalt ignoriert, grenzt aus und benachteiligt“, so Krapp. Besonders sensibel sei dies, wenn es etwa um Fördergelder für den Mittelstand oder soziale Projekte gehe. Aber auch die Akzeptenz der Europäischen Union in der Bevölkerung könne man nur steigern, „wenn Europa auch unsere Sprache spricht“.

Das Gegenteil aber sei oft der Fall: Vorlagen der EU-Kommission würden immer seltener ins Deutsche übersetzt, wichtige Dokumente zunehmend zu „Arbeitspapieren“ oder „Anhängen“ abgestuft, da in diesen Fällen die bindende Verpflichtung auf vollständige Übersetzungen entfalle. Das wichtigste Dokument über die Vergabe von Außenhilfsprogrammen etwa sei allein auf Englisch vorgelegt worden, selbst konkrete Beihilfe-Ausschreibungen und Förderprojekte nicht auf Deutsch verfügbar.

Diese Entwicklungen sind diskriminierend. Dem deutschen Mittelstand und unseren sozialen Initiativen werden Chancen auf Fördergelder verbaut – andere Länder haben den Vorteil. Und das, obwohl Deutschland noch immer größter Nettozahler der EU sei. „Das kann niemand wollen, das können wir aber auch nicht tolerieren,“ so Clemens-August Krapp weiter.

Der KKV-Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung ist ein katholischer Sozialverband mit 100 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland.

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