Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV fordert: Keine Patentierung von menschlichen embryonalen Stammzellen

Der Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV) appelliert an das Europäische Patentamt in München die Patentierung von menschlichen embryonalen Stammzellen zu verweigern.

Der Verband stimme dem Leiter des katholischen Büros in Berlin, Prälat Karl Jüsten zu, wenn er sage, dass menschliches Leben in seinem ungeschützten Anfang nicht verfügbar und damit auch nicht patentierbar sei. Im Übrigen gelte auch hierfür die unmissverständliche Formulierung des Artikels 1, Abs. 1 Grundgesetz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

„Außerdem steht eine Patentierung in eklatantem Widerspruch zum Europäischen Patentübereinkommen, zur Biopatent-Richtlinie und zu Positionsbestimmungen des Europaparlaments“, betont Bernd-M. Wehner, Vorsitzender des KKV-Diözesanverbandes Köln.

Der KKV widerspricht deshalb auch dem Schlagwort von der „Ethik des Heilens“. Wie Prof. Franz-Josef Bormann von der Theologischen Fakultät Paderborn zu Recht feststelle, liege die Suggestivkraft dieser Wortschöpfung darin, „dass sie die Heilungswünsche gegenwärtiger und künftiger Generationen gegen die Schutzrechte bestimmter jetzt lebender Menschen ausspielt“. Tatsächlich beruhe aber die ganze Konstruktion auf einer fragwürdigen Verzerrung des Verantwortungsbegriffs. Kein Wissenschafter sei für die Rettung und Heilung anonymer zukünftiger Patientenkollektive haftbar zu machen. Zudem gelte, dass niemand ein Recht auf Heilung durch die Instrumentalisierung Dritter habe.

Der KKV-Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung ist ein katholischer Sozialverband mit 100 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland.

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