Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
www.kkv-bund.de
KKV-Bundesverband

KKV: Sagen was ist! Alternative Fakten und Fake News sind Lügen und Falschmeldungen

Postfaktisch, alternative Fakten und Fake News sind Wortschöpfungen, die inzwischen sehr häufig in Gebrauch sind. Leider wird auch in der seriösen Presse, in Blogs und Diskussionen viel zu selten klar gesagt, dass es sich hierbei schlicht und ergreifend um Lügen und Falschmeldungen handelt.

Nicht erst seit der Wahl des neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump müssen wir uns mit immer mehr Lügen, Bots, Falschmeldungen in sozialen Netzwerken und mit politisch gesteuertem Datenklau auseinandersetzen. Neu ist aber die Dimension, wenn die Präsidentenberaterin Kellyanne Conway, klar widerlegbare Falschaussagen als „alternative facts“ betitelt und damit auch noch durchkommt.

Die vierte Gewalt, wie die freie Presse in Deutschland, Europa und Amerika oft bezeichnet wird, sollte deshalb klar sagen, dass es sich hierbei um Lügen handelt und nicht ungeprüft die durchsichtige Wortwahl der Trump Administration oder anderer Wahrheitsverdreher übernehmen.

Der Katholische Sozialverband KKV (Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung) plädiert deshalb für eine korrekte Wortwahl und appelliert insbesondere an die Medien und die Nutzer von Sozialen Medien sich dem anzuschließen. „Lügen sind Lügen. Schlimm ist, das Fakten in bestimmten politischen Konstellationen inzwischen kaum noch wahrgenommen werden bzw. in der Diskussion anscheinend keine Rolle spielen“ so Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV.

Cui Bono - wem nützt es? Diese Frage sollten sich alle stellen, die leichtfertig Fakten verdrängen, Falschmeldungen nicht als solche klar bezeichnen oder diese sogar noch weiterverbreiten, besonders in den Sozialen Medien.

An die Adresse von Facebook & Co gerichtet fragt Bundesgeschäftsführer Joachim Hüpkes: „Wenn es möglich ist, mit allerlei Algorithmen den gläsernen und werbemäßig optimierten Verbraucher zu extrahieren, dann muss es doch auch technisch möglich sein, klar identifizierte Falschmeldungen und gefakte Bilder schnell zu finden und zu entfernen.“ Hier seien die Unternehmen in einer Verantwortung, aus der man sie nicht entlassen dürfe. Außerdem müsse der Rechtsstaat seine Mittel ausschöpfen, wenn gewaltverherrlichende oder rassistische Inhalte von Nutzern verbreitet würden.