Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

Ökologisch handeln aus christlicher Überzeugung Sozialverband begrüßt Plädoyer des Papstes für neues Umweltbewusstsein

"Nachhaltiges Handeln ist kein Phänomen oder Trend, den die jüngere Politik neu erfunden hätte" - mit diesen Worten begrüßt Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV - Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung das heutige Plädoyer Papst Benedikts XVI. in Rom für eine "menschliche Ökologie als zwingende Notwendigkeit". Der christliche Glaube und "der Schatz unserer christlichen Soziallehre" stellten den Menschen von Anbeginn in die Verantwortung vor Gottes Schöpfung. Es sei, so Wehner, "geboten, an den christlichen Glauben als Wurzel überzeugten ökologischen Handelns zu erinnern und diese Überzeugung im Alltag zu leben." Sie sei sicher nicht die einzige Philosophie, aus der sich umweltschonendes, zukunftsfähiges Handeln begründen ließe - "aber es ist eine sehr nachhaltige Quelle. Wer Natur und Umwelt als Gottes Schöpfung begreift, begegnet ihr mit neuen Augen, neuer Achtung und neuer Demut."Und genau das bilde die Grundlage, um sein Leben und den eigenen Konsum ressourcenschonender zu gestalten. "Im Grunde gilt doch viel zu oft das Sanft-Florians-Prinzip: Umweltschutz ja - aber selbst sparen und verzichten will ich nicht." Die Verantwortung könne nicht allein auf Politik und Wirtschaft geschoben werden.

"Wenn heute mancher neue Öko-Diktaturen fürchtet, muss er sich fragen lassen, ob es nicht an seinem Beitrag zur gelebten Öko-Demokratie fehlt."

Das Ansinnen des Papstes, über den Umweltschutz eine neue Ära der Zusammenarbeit in den Vereinten Nationen zu begründen, begrüßt der KKV: "Umweltschutz kennt keine Grenzen. Es ist Ziel eines globalen Ethos, die Natur als Haus des Menschen zu erhalten." Nicht zuletzt aus diesem Grund hat sich der katholische Sozialverband bereits vor kurzem gegen die Verarbeitung von Getreide zu Sprit ausgesprochen.

Als einer der vier großen katholischen Sozialverbände Deutschlands erinnert der KKV zudem an die Verantwortung der Unternehmen: "Viele Firmen und Konzerne schmücken sich längst mit sogenannten CSR-Berichten zur Sozialen Verantwortung des Unternehmens. Nachhaltige Produktion beeinflusst mehr und mehr die Kaufentscheidung der Kunden. All das macht aber nur Sinn, wenn CSR kein oberflächliches Werbeinstrument ist - sondern überzeugt gelebte Firmenphilosophie!"

Der KKV widmet sich diesem Komplex auch im Rahmen seines neuen Jahresthemas "Aufschwung für Werte - gemeinsam die solidarische Bürgergesellschaft christlich gestalten!"