Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

KKV: Sparmaßnahmen ideologiefrei prüfen – Rasenmähermethode leichter durchsetzbar – Steuerschlupflöcher schließen

"Es ist immer wieder eigenartig, wie reflexartig unsere Gesellschaft reagiert. Kaum schlägt eine Regierung konkrete Maßnahmen vor, schon werden diese von der Opposition und den entsprechenden Interessengruppen in Bausch und Bogen verurteilt und zurückgewiesen." Mit diesen Worten kritisiert der Bundesvorsitzende des Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV), Bernd-M. Wehner, die bisherigen Reaktionen auf die Sparvorschläge der Regierungskoalition.

Der katholische Sozialverband plädiert deshalb für eine neue Kultur des Zuhörens und Ernstnehmens. "Ideologische Scheuklappen helfen uns beim Sparen nicht weiter", so Wehner. Zwar seien sich alle darüber im Klaren, dass gespart werden müsse, wenn es aber konkret würde, verfahre man schnell nach dem St. Florians Prinzip. ("Heiliger Florian verschon mein Haus, steck andere an!")

Auch wenn es vielleicht nicht die intelligenteste Lösung sei, wäre es wohl politisch am klügsten, bei den Haushaltskürzungen die Rasenmähermethode anzuwenden, so der KKV. "Wenn bei allen Ausgaben gleich hohe prozentuale Kürzungen erfolgen, sind auch alle gleichermaßen betroffen." Dabei ist sich der KKV mit der Bundesregierung einig, dass der Bereich der Bildung bei den Kürzungen ausgenommen bleibt. Im Übrigen schließe sich der KKV dem Vorschlag des ZdK-Präsidenten Alois Glück an, das Steuersystem so zu reformieren, dass u.a. Steuerschlupflöcher konsequent geschlossen würden.