Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV: EU-GIPFEL DER SOZIALEN MARKTWIRTSCHAFT NÖTIG

 

Frühjahrsgipfel soll klare Akzente setzen / Strategie EU 2020: Mensch im Mittelpunkt

Er ist traditionell der Wirtschaftsgipfel der EU: Und wenn sich am 11. Februar die Staats- und Regierungschefs Europas in Brüssel treffen, diskutieren sie vorrangig die neue Strategie EU 2020. „Das ist die Chance, in Krisenzeiten ernsthaft einen profilierten Frühjahrsgipfel der Sozialen Marktwirtschaft zu etablieren“, so Bernd M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung. „Europa täte gut daran, den Menschen neu in den Mittelpunkt einer nachhaltigen Entwicklung zu stellen. Aus christlicher Überzeugung liegt hier die Leitplanke für den ‚european way of life‘“.

Schon in einem Schreiben an Kommissionspräsident Barroso im Herbst 2009 hatte der KKV die Bedeutung einer gelebten Sozialen Marktwirtschaft für Europa betont. Aufgabe der Kommission und des Rates müsse es sein, in den kommenden Jahren dem bloßen Begriff der Sozialen Marktwirtschaft im Vertrag von Lissabon Inhalt und Profil zu geben. „Europa kann hier stark aus seinen christlichen Wurzeln profitieren und Elemente der christlichen Soziallehre in die heutige Politik übertragen: Ein Europa, dem es gelingt, die Grundfesten der Personalität, der Subsidiarität und der Solidarität in konkreter Politik zu leben, wird auch dann die Nase vorne haben, wenn es darum geht, nachhaltige wirtschaftliche Prosperität im globalen Vergleich zu erreichen.“

 

Für die aktuell auf der Agenda stehende Strategie EU 2020, so Wehner, „ist es entscheidend, ob es uns gelingt, die Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt unserer gemeinsamen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und sozialen Entwicklung zu stellen.“ Die Forderung des neuen EU-Ratspräsidenten Herman van Rompuy nach einer nachhaltigen Entwicklung gehe deshalb in die richtige Richtung – „es muss aber klar sein, welchen Ansprüchen eine nachhaltige Entwicklung genügt: Sie nur auf ein Ziel von zwei Prozent Wirtschaftswachstum pro Jahr zu reduzieren, greift zu kurz.“

Der KKV unterstützt deshalb die Forderung zahlreicher Sozialverbände, der Strategie 2020 ein klar formuliertes Vier-Säulen-Modell für Wirtschaft, Soziales, Beschäftigung und Umwelt zu Grunde zu legen und – hier führt die KKV-Forderung weiter – „dies als Modell einer Sozialen Marktwirtschaft für Europa“ zu definieren. Dem entsprechend, so Wehner weiter, sei es „nur konsequent, wenn sich der Europäische Rat des „european way“ besinne und die Frühjahrstagungen zu einem regelmäßigen EU-Gipfel der Sozialen Marktwirtschaft weiterentwickle.“

Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit fast 100 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland.

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