Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV zu Kopenhagen: Forderung des Papstes auf "Kulturelle Erneuerung" unterstützen – mit politischer Weltautorität nationale Egoismen überwinden

Für bedenklich hält der Vorsitzende des Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV), Bernd-M. Wehner, das beinahe dramatische Stocken der Kopenhagener Klimaverhandlungen im Endspurt. In den Forderungen der ärmeren Staaten nach einer neuen Weltordnung zeige sich „dass wir gerade in der vergangenen Dekade viele globale Probleme haben schleifen lassen, die nun auf die Kopenhagener Bühne drängen.“ Von daher unterstützt der KKV auch die Friedensbotschaft des Papstes, in der er u.a. eine neue weltweite Solidarität sowie eine "tiefe kulturelle Erneuerung" angesichts der aktuellen globalen Krise fordert.

So müsse etwa eine ernsthafte Reform der UN angestrebt werden – „die päpstliche Enzyklika Caritas in Veritate bietet dazu hilfreiche Vorschläge, die die Welt jetzt aufgreifen sollte.“ Nur durch eine internationale politische Weltautorität, wie sie der Papst in seiner Enzyklika gefordert habe, sei es letztlich möglich, dass die ökologische Verantwortung über "selbstsüchtige nationalistische Interessen" hinausgehe. „Auch wenn Kopenhagen das nicht leisten kann – die Regierenden können jetzt Marker setzen.“

In diesem Zusammenhang hält der KKV-Bundesvorsitzende die Forderungen der ärmeren und der Schwellenländer für absolut berechtigt: „Die Industriestaaten können darüber nicht hinweggehen. Unsere Welt braucht eine globale Idee der Sozialen Marktwirtschaft sowie –entsprechend den Grundsätzen der katholischen Soziallehre - echte Partnerschaft in Solidarität und Subsidiarität, keinen einzelstaatlichen Egoismus, keinen verdeckten Protektionismus.“ Der vereinbarte Fonds sein dabei nur ein, wenn gleich wichtiger Schritt.

Die EU als glaubwürdige Vermittlerin, aber auch Kanzlerin Merkel und US-Präsident Barack Obama seien aufgefordert, zusammen mit Vertretern führender Schwellenländer wie China oder Brasilien jetzt die Federführung zu übernehmen: „Es bleiben noch wenige Stunden, um die Zukunft für Generationen zu sichern. Reden wir. Gehen wir endlich aufeinander zu – auf Augenhöhe.“ Vielleicht, so Wehner, bringe jetzt ein Vorschlag auf Auflösung des G8-Gipfels und gleichzeitiger Stärkung der G-20-Runden die ärmeren Länder zurück an den Verhandlungstisch.

Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit fast 100 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland.

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