Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

Keine Tricks im Haushalt - Ja zur Schuldenbremse!

„Tricksereien verbessern keine Bilanz – diese wichtige Lehre sollte die
Politik eigentlich aus der Finanzkrise gezogen haben!“, so Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung. Der katholische Sozialverband lehnt deshalb die Pläne von Union und FDP, Milliarden aus dem Bundeshaushalt in einem Schattenhaushalt unterzubringen, um so Steuersenkungen zu ermöglichen, strikt ab. „Wir können die Schulden und Defizite nicht wegschieben – das ist nicht seriös und zudem äußerst durchsichtig.“ Deutschland komme nicht umhin, auf der Ausgabenseite zu sparen.

Wichtig sei es jetzt, offen und ehrlich die Situation der Staatsfinanzen und der Sozialhaushalte darzulegen und solide Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Nur wer den Bürgern reinen Wein einschenke, könne erwarten, dass auch harte Sparmaßnahmen mitgetragen würden. "Das Verschieben der Finanzprobleme auf den St. Nimmerleinstag ist keine Lösung, sondern Politik zu Lasten künftiger Generationen."

Wenn von vielen Politikern nach der Finanzkrise zu Recht der Ruf nach dem "ehrbaren Kaufmann" laut geworden sei, dann müsse diese Forderung auch für die Politik gelten. "Ein 'ehrbarer Politiker' trickst nicht. Transparenz und Ehrlichkeit müssen auch für ihn die Maxime seines Handelns sein", so Wehner wörtlich. Nur so könne die frisch gewählte Koalition das Vertrauen erhalten, das die Mehrheit in sie gesetzt habe.