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Kombilohn der falsche Weg

Der KKV-Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung hält den von den politischen Parteien ins Auge gefassten Kombilohn für den falschen Weg.

Wenn über 15 % der Schulabgänger keinen Abschluss haben oder die Ausbildung abbrechen, so müssten auf dem Arbeitsmarkt wieder Arbeitsplätze angeboten werden, die zur Zeit nicht zu bezahlen sind. Wir brauchen einen Niedriglohnsektor für einfache Arbeiten, der aber nur wirksam sein kann, wenn die Grundsicherung beim Arbeitslosengeld II und bei der Sozialhilfe spürbar unterhalb der niedrigen Lohnsektoren liegt, so Clemens-August Krapp, Bundesverbandsvorsitzender des KKV.

Zum Beispiel sollte erwerbsfähigen Sozialhilfempfängern, die sich einer Arbeitsaufnahme verweigern, das Arbeitslosengeld II um bis zu einem Drittel gekürzt werden.

Wichtig sei es, dass die Gesellschaft diejenigen Menschen, die diese einfachen Arbeiten ausführen als gleichwertige Arbeits-kräfte anerkennen. „Wir alle sollten Achtung vor den Menschen haben, die einer Arbeit nachgehen, die andere nicht ausüben wollen“, so Clemens-August Krapp.

Der KKV-Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung ist ein katholischer Sozialverband mit rund 9.000 Mitgliedern in 100 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland.

Nähere Informationen zum KKV-Bundesverband erhalten Sie in der KKV-Bundesgeschäftsstelle.