Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bundesverband

Alle reden von Basel II

Wie ist die Situation und was ist zu tun?

Lorenz WilhelmEin alter Leitsatz sagt: Wenn man in eine schwierige Verhandlung geht, muss man sich in die Denke seines Gesprächspartners versetzen. Deshalb gilt es, die Situation der Kreditinstitute zu berücksichtigen und die eigene Lage kritisch und zukunftsorientiert zu hinterfragen.

Hier wollen Seniorexperten der drei katholischen Sozialverbände (BKU, KKV und Kolpingwerk Deutschland), die sowohl aus dem Banken- als auch aus dem Unternehmenssektor kommen, Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

Es gilt nämlich, mit dem Wissen um die neuen Anforderungen an alle Partner (Kreditgeber und -nehmer) das eigene Unternehmen und seine Position am Markt für die Zukunft fit zu machen und damit auch als Kunde des Kreditgebers interessant zu sein und zu bleiben.

Was wird geboten?

Um diesen Herausforderungen geecht zu werden, sollen Klein- und Mittelbetriebe in einem Tagesseminar über alle relevanten Punkte unterrichtet und somit für Kreditgespräche fit gemacht werden.

Die Themen im Einzelnen

  • Was ist Rating?
  • Hintergrundaspekte des Rating
  • Welche sind die Kriterien, um mein Unternehmen für die Zukunft sicher aufzustellen?
All diese Fragestellungen ergeben sich allerdings für jeden Kreditnehmer differenziert auf die jeweils spezifische Kundengruppe (Privatkunde, Firmenkunde, Start-Up, Spezialfinanzierung, institutioneller Kreditnehmer bis hin zu Non-Profit-Unternehmen).

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Informationsveranstaltungen wird mit Rücksicht auf die zukünftige Situation aller Kreditinstitute eingehend über die hinter dem Rating bzw. der Kreditwürdigkeitsbeurteilung stehenden Einzelfragen informiert.

Hier sind so viele Problemfelder angesprochen, dass zu deren Lösung auch die Hilfe und Mitarbeit von Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern, aber auch von Rechtsanwälten notwendig ist. Betriebskennziffern, Aufstellung am Markt und Betriebsnachfolgeregelung seien hier unter vielen anderen nur beispielhaft erwähnt.

Fazit

Wenn ein Unternehmer Probleme bei der Kreditvergabe hat, so liegen diese in den meisten Fällen nicht auf der Finanzierungsseite, sondern an anderer Stelle im eigenen Unternehmen. Trotzdem gehören auch die Rahmenbedingungen, in denen sich KMU bewegen, dazu. Hier ist es die Aufgabe der Politik, dafür zu sorgen, dass
  • eine bessere Eigenkapitalbildung möglich ist (EKSt),
  • Schwarzarbeit eingedämmt wird (ermäßigte MwSt. auf Handwerkerleistungen),
  • Misstände im Sozialversicherungsbereich für in KMU mitarbeitenden Ehefrauen bereinigt werden.
Über allem steht jedoch die Erkenntnis eines jeden Unternehmers, dass die Initiative zur Zukunftssicherung seines Unternehmens ausschließlich bei ihm liegt.

Es gilt die alte und immer noch aktuelle Weisheit: Es gibt nichts Gutes, es sei denn, man tut es!

Ein erstes Seminar fand im Juli im Kolping Familienferienwerk in Kirchhundem statt, weitere sind geplant, Informationen erhalten Sie über die Bundesverbandsgeschäftsstelle.

Lorenz Wilhelm,
Koordinator der Initiative
Bonitätsprüfung von BKU, KKV und
Kolpingwerk Deutschland




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