Presseerklärung des KKV zum Konflikt der FDP mit dem Zentralrat der Juden in DeutschlandZum Streit der FDP mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland, ging Ende Mai folgende Presseerklärung des KKV-Bundesverbandes an Redaktionen und Agenturen im ganzen Bundesgebiet.Der KKV Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. verfolgt in großer Sorge aber auch mit sehr viel Unverständnis die derzeitigen Auseinandersetzungen der FDP mit dem Zentralrat der Juden im Zusammenhang mit den gegenseitigen Vorwürfen des „Antisemitismus“, und der jeweils sehr einseitigen Verurteilung kritischer Kommentare und Stellungnahmen zum Krieg im Nahen Osten. Der Begriff des „Antisemitismus“ ist in unserer Geschichte unmittelbar mit den Schrecken der Judenverfolgung und Judenvernichtung im „Dritten Reich“ verbunden, und erinnert damit an die schlimmsten Gräueltaten, zu denen Menschen in der Lage sind. In Kenntnis dieser Begrifflichkeit ist es unglaublich, wie namhafte Politiker der FDP und Repräsentanten des Zentralrates der Juden sich bei der Wortwahl ihrer Auseinandersetzung derart vergreifen können. Aber nicht nur die beiden genannten Institutionen sind es, die unnötig die Angst der Bevölkerung strapazieren, auch die konkurrierenden Parteien haben keine Hemmungen, mit dem Begriff des Antisemitismus dem politischen Gegner zu schaden. Kritik an der israelischen Kriegsführung ist ebenso kein Antisemitismus, wie die berechtigte Kritik des Zentralrates an den israelfeindlichen Äußerungen des stv. FDP-Parteivorsitzenden Jürgen Möllemann. Beide Seiten, aber auch die im Wahlkampf befindlichen Politiker der Rot-Grünen Koalition sollten sich überlegen, welchen Eindruck derartige Auseinandersetzungen im Ausland hinterlassen, wo unreflektiert die Antisemitismusfrage wieder zu einem deutschen Problem hochstilisiert wird. Wir Deutschen, insbesondere die Mitglieder unseres Verbandes, verwahren uns ganz entschieden gegen den Eindruck, dass der Antisemitismus in unserem Land wieder erwacht. Nehmen Sie Stellung zu o.g. Artikeln oder verfassen Sie einen Leserbrief: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. |



Zurück