Fluthilfe Sehr geehrte Damen und Herren des KKV!Die vielfachen Spenden aus den verschiedenen Teilen Deutschlands, aus den Pfarrgemeinden und einzelnen Verbänden des KKV machen mir Mut, an die Zentrale nach Essen zu schreiben und herzlichen Dank zu sagen. (Eigentlich müsste ich als Pfarrer einer Dresdner Gemeinde jedem Einzelnen schreiben. Doch meistens fehlt mir die Adresse). So hoffe ich, dass ein kleiner Dank auf diesem Weg manchen Spender erreicht. Ob man die Flut als Jahrhundertwasser oder als Jahrtausendflut in dieser Region bezeichnet, sei dahingestellt. Tatsache ist, dass wir damit nicht gerechnet haben und dass wir alle davon plötzlich überrascht wurden. So nimmt zwar das Interesse in den Medien langsam ab, doch die Probleme hier vor Ort bleiben für viele Wochen und Monate. Manche Familien haben alles verloren und müssen manchen Batzen an Kredit zurückzahlen für das, was nicht mehr da ist. Mancher Handwerker, der seine Werkstatt neu eingerichtet hatte, muss von vorn beginnen. Das sind die Extremfälle. Die meisten Gemeindemitglieder haben volle Keller gehabt. Unser Pfarrhaus lag auch im Wasser und ich hatte es schon „Wasserfloß“ benannt. Die Heizungsanlage ist zum Sondermüll geworden, auch die Elektroanlage: Schrott. Da im Keller auch die Werkstatt des Hausmeisters ist, dürften so ziemlich alle Geräte wie Rasenmäher und Heckenschere und Bohrer auch entsorgt werden.Der neue Unterrichtsraum, der eine schöne Holztäfelung besaß, braucht jetzt eine lange Zeit zum Austrocknen. Na ja, genug der Beschreibung. Sie werden manches im Fernsehen erlebt haben. Die Dresdner wissen von den TV-Nachrichten fast nichts, weil der fehlende Strom kein Fernsehen zuließ. Ja, selbst das elektrische Rasieren am Morgen oder die Kaffeemaschine wurde plötzlich zum Problem. Doch was mir und uns auffiel: Die Hilfeleistungen und der Gemeinschaftsgeist waren überzeugend. In diesen Tagen gab es keinen Ellenbogen, sondern helfende Hände überall. Es ist wirklich so: In der Not wachsen die Menschen zusammen. So haben in der Straße vor der Josefkirche Feuerwehren aus Schleswig-Holstein, Polizei aus Mainz und Köln, THW aus Bayern geholfen. Großartig! Das Wasser ist zurückgegangen; jetzt ist Aufräumen angesagt und manchem fällt der Neuanfang schwer. Doch ich will Zuversicht verbreiten. Und manche Spende hilft dabei sehr. Ihnen allen Dank und im Gebet verbunden. Mit den besten Grüßen für alle im Kreuzschiff, Johannes Groß, Pfr. Spenden für FluthilfeDank der Unterstützung vieler KKV-Mitglieder sind bis heute fast 13.500 Euro an Spenden für Dresden eingegangen. Dafür möchten wir im Namen der Flutopfer allen Spendern recht herzlich danken.Die KKV-Spendenaktion läuft noch bis Ende des Jahres. Wir würden uns über weitere Spenden sehr freuen, vielleicht kommen wir den angestrebten 25.000 Euro in den Weihnachtstagen noch ein wenig näher. Nehmen Sie Stellung zu o.g. Artikeln oder verfassen Sie einen Leserbrief: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. |



Sehr geehrte Damen und Herren des KKV!
Manche Familien haben alles verloren und müssen manchen Batzen an Kredit zurückzahlen für das, was nicht mehr da ist. Mancher Handwerker, der seine Werkstatt neu eingerichtet hatte, muss von vorn beginnen. Das sind die Extremfälle. Die meisten Gemeindemitglieder haben volle Keller gehabt. Unser Pfarrhaus lag auch im Wasser und ich hatte es schon „Wasserfloß“ benannt. Die Heizungsanlage ist zum Sondermüll geworden, auch die Elektroanlage: Schrott. Da im Keller auch die Werkstatt des Hausmeisters ist, dürften so ziemlich alle Geräte wie Rasenmäher und Heckenschere und Bohrer auch entsorgt werden.
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