Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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Kraft schöpfen aus Ruhe

Rückbesinnung auf Stärken und Talente

    
Das Besinnungswochenende für Familien und Junioren in der Benediktinerabtei Gerleve bei Coesfeld fand vom 8. bis 10. November statt. Aus Nottuln, Münster, Osnabrück, Greven, Soest, Gelsenkirchen, Bochum, Velbert, Borghorst, selbst aus München machten sich viele Teilnehmer an diesem Wochenende auf den Weg, um ihre eigenen Talente und Stärken neu zu entdecken oder noch besser wahrzunehmen.

Gottesdienst für Kinder beim Besinnungswochenende in Gerleve.Freitagabend saßen die Teilnehmer am gemütlichen Herdfeuer zusammen und lernten sich kennen. Nach dem Frühstück am Samstag wurden die Kinder von unserer vielseitig und gut vorbereiteten Kinderbetreuung in Empfang genommen. Die Erwachsenen und Jugendlichen begannen den Tag mit einer Traumreise, die uns erfahren ließ, dass unser „Kraftschöpfen“ ganz stark etwas mit unseren Wurzeln und unserer Erdverbundenheit zu tun hat.

Pater Norbert, Leiter der Jugendbildungsstätte St. Benedikt, begleitete uns an diesem Wochenende und lud uns ein, die Sätze „Ich kann was – Ich bin wer“ durch verschiedene Körperhaltungen darzustellen. Dabei konnten wir erfahren, wie viel Kraft und Überwindung es kostet, eine selbstbewusste und gestärkte Körperhaltung anzunehmen. Wie schwer fällt es uns doch, im Alltag zu sagen „Das kann ich gut“. Diese positiven Fähigkeiten dann noch schriftlich zu Papier zu bringen, machte uns dann klar, dass noch viele vergessene Talente in uns verborgen sind und das ein oder andere wieder nutzbar gemacht werden muss. Der Nachmittag stand unter dem Zeichen der Untergruppen: Bibel – Teilen in 7 Schritten; Liedtextinterpretation „Männer“ (Herbert Grönemeyer) – Frauen (Ina Deter); Bibeltagebuch. Das Gleichnis „Vom anvertrauten Geld“ (Mt 25 14-30) galt für alle Gruppen als Diskussionsgrundlage. Auch die Gruppe der Kinder ab sieben Jahre nahm dieses Gleichnis, um zu verstehen, dass wir die Talente, die wir in uns tragen, auch nutzen und mit ihnen arbeiten sollen. Diese Bibelstelle zeigt uns, dass wir voller Vertrauen unsere Talente einsetzen dürfen, denn wenn wir sie aus Angst vergraben, kreisen wir nur um uns selbst und haben keinen Blick mehr für den Nächsten. Beim abendlichen Herdfeuer und wärmendem Glühwein konnten wir unsere Talente bei Gesellschaftsspielen, Plaudern, Zuhören und Mandalas malen bis tief in die Nacht neu entdecken oder auffrischen.

Die Gottesdienstgruppe hatte für den Sonntagmorgen zum Gottesdienst geladen. Das Gleichnis „Vom anvertrauten Geld“ in einzelne Abschnitte eingeteilt, gab uns die Möglichkeit, uns für eine ansprechende Stelle zu entscheiden. Mit vielen Ideen und neu entdeckten Talenten fuhren Große und Kleine wieder nach Hause und freuen sich schon auf das nächste Familienseminar.

Carola Müller-Gliemann



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